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Costa Rica plant neues Meeresschutzgebiet

An der nördlichen Karibikküste Costa Ricas gelegen, soll das neue Meeresschutzgebiet „Barra del Colorado“ zu einer gerechten Verteilung der Meeresressourcen beitragen.

An der Küste von Costa Rica soll ein neues Meeresschutzgebiet entstehen (Symbolbild). Foto: Pixabay

Costa Ricas Präsident Carlos Alvarado und Umweltminister Carlos Manuel Rodríguez haben vergangenen Montag bekannt geben, dass vor der Karibikküste des Landes ein neues Meeresschutzgebiet entstehen soll. Ziel sei, die Fortpflanzungsstätten von Haien, Meeresschildkröten, Rochen, Krabben, Langusten und Fischen zu erhalten, berichtet die spanische Onlinezeitung El Diario. Das Schutzgebiet grenzt an Nicaragua und erstreckt sich über eine Fläche von knapp 700 Quadratkilometern, was knapp der Fläche von Hamburg entspricht.

Präsident Alvarado betonte, dass es sich für Costa Rica um einen bedeutenden Einschnitt handele, was das Management der Meeresressourcen betreffe. Viele Institutionen und Gemeinden hätten zusammengewirkt, um eine neue Vision des Lebensraumes Meer zu erarbeiten. Der Prozess zog sich über acht Jahre hin.

Nahrungsmittelsicherheit und Schaffung von Arbeitsplätzen

Mit dem Schutzgebiet sei auch die Idee einer nachhaltigen Nutzung und einer gerechten Verteilung der Meeresressourcen verbunden. Es soll zum einen helfen, vom Aussterben bedrohte Arten zu schützen, zum anderen aber auch die Nahrungsmittelsicherheit für die Region garantieren und Arbeitsplätze schaffen. 

 2019 hatte Costa Rica für seinen Kampf gegen den Klimawandel den Champions of Earth Award des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) erhalten.