Militäreinsatz gegen illegalen Bergbau

Goldwäscher im peruanischen Amazonas-Urwald. Foto: Adveniat/Tina Umlauf
In Ecuador hat die Regierung das Militär gegen den illegalen Bergbau im südamerikanischen Andenland eingesetzt. Bei einem Großeinsatz in der Bergbau-Ortschaft Buenos Aires in der nordecuadorianischen Provinz Imbabura rückten zu Wochenbeginn hunderte Soldaten und Polizisten aus, um die Goldschürfer aus dem Amazonasgebiet zu verweisen, berichtet die Tageszeitung "El Comercio" am Mittwoch, 3. Juli 2019.
Rund 1.200 illegal im Gebiet La Merced arbeitende Goldsucher verließen "El Comercio" zufolge das rund 433 Quadratkilometer große Gebiet. Bewacht von schwer bewaffneten Uniformierten wurden die Kinder, Frauen und Männer zu Fuß sowie mit Bussen und LKWs aus der Zone gebracht. Auf Fotos war zu sehen, wie die Menschen Kleidung, Matratzen, Küchen, Kühlschränke, Fernsehgeräte und andere Habseligkeiten mit sich trugen.
Laut Innenministerium waren bei dem Großeinsatz über 2.400 Sicherheitskräfte und Justizbeamte in die entlegene Grenzregion entsendet worden. Bei Razzien in den illegalen Bergbausiedlungen und der Durchsuchung der Bergleute seien Motorsägen, Werkzeug, Lampen, Funkgeräte, Macheten und Alkohol beschlagnahmt worden. Insgesamt seien über 10.0000 Menschen im verbotenen Bergbau tätig, der teils von bewaffneten Gruppen kontrolliert wird. In der Region wird vor allem Gold geschürft. (bb)