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Brasilien überschreitet die Marke von 200.000 Corona-Toten

Mit 1.120 neuen Todesfällen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hat Brasilien die Marke von 200.000 Corona-Toten überschritten. Hoffnung kommt von dem chinesischen Impfstoff Coronavac, dessen Zulassung in Brasilien beantragt wurde.

Coronavirus

Coronavirus-Modell. Bild: Flickr, CCO1.0

Mit 1.120 neuen Corona-Opfern am Donnerstag, 7. Januar 2021, hat Brasilien die Marke von 200.000 Corona-Toten überschritten. Insgesamt sind dort nun 200.163 Personen verstorben; 7,9 Millionen haben sich infiziert. Hoffnung kommt von dem chinesischen Impfstoff Coronavac, dessen Zulassung in Brasilien beantragt wurde, wie Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichten. Damit könnten die Massenimpfungen in Lateinamerikas größtem Staat noch im Januar beginnen. Hinter den USA verzeichnet Brasilien die weltweit meisten Corona-Toten.

Infektionszahlen steigen wieder

Brasilien hatte am 12. März des vergangenen Jahres den ersten Corona-Toten zu beklagen; am 8. August wurde die Marke von 100.000 Toten erreicht. Nachdem die Fallzahlen im September und Oktober zurückgegangen waren, steigen sie seit Wochen wieder an. Seit Dienstag liegt die tägliche Todeszahl konstant über der Marke von 1.000 Toten. Präsident Jair Messias Bolsonaro drückte in einer Internet-Übertragung sein Bedauern aus. Er schloss seine Ausführungen jedoch mit dem Kommentar, dass "das Leben halt weitergeht".

Seinen Widerstand gegen die "chinesische Impfung" Coronavac scheint der Präsident mittlerweile aufgegeben zu haben. So kündigte das Gesundheitsministerium an, 100 Millionen Impfdosen Coronavac zu kaufen. Der Impfstoff wird in Kooperation zwischen einem staatlichen brasilianischen Labor und dem chinesischen Unternehmen Sinovac hergestellt. Im Gliedstaat Sao Paulo lagern bereits rund 10,8 Millionen Impfdosen.

Chinesischer Impfstoff Coronavac soll zugelassen werden

Allerdings dürfen die Impfungen erst beginnen, wenn die staatliche Zulassungsbehörde Anvisa zustimmt. Mit der Zulassung wird innerhalb der nächsten zehn Tage gerechnet.

Die Zentralregierung Bolsonaros steht unter Zeitdruck, da Sao Paulos Gouverneur Joao Doria, Bolsonaros politischer Erzfeind, am 25. Januar mit den Coronavac-Impfungen in dem Gliedstaat starten will. Bisher hatte Bolsonaro auf den Impfstoff von AstraZeneca gesetzt, dessen Zulassung sich jedoch verzögert. Dass Bolsonaro nun auf Dorias "chinesischen Impfstoff" angewiesen ist, wird von Experten als politische Niederlage angesehen.

38.000 Impfzentren stehen bereit

Zuletzt hatte es Meldungen über fehlende Spritzen für die Impfungen gegeben. Das Gesundheitsministerium erklärte nun, dass die Gliedstaaten und Kommunen über Vorräte von Millionen Spritzen verfügen, womit der Impfstart gesichert sei. Sobald die Impfungen anlaufen, dürfte Brasilien innerhalb kürzester Zeit Millionen Bürger impfen. Das öffentliche Gesundheitssystem des Landes, SUS, verfügt über ein engmaschiges Netz aus 38.000 Impfzentren mit ausgebildetem Personal.

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