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Argentinien: Feuersbrunst bedroht Waldflächen

In Argentinien bedrohen Brände große Waldflächen. Seit Monaten durchlebt das Land eine schwere Trockenphase, die die Feuer begünstigen. 

In Argentinien stehen laut Medienberichten rund 100.000 Hektar Waldfläche in Flammen ­– eine Fläche etwas größer als das Stadtgebiet Berlins. Besonders betroffen von den Waldbränden sind demnach Cordoba und Parana, wie die Tageszeitung "Clarin" (Dienstag) berichtet. Die Feuerwehr bekämpft die Brände derzeit mit Löschflugzeugen, konnte aber die Zerstörung von Häusern nicht verhindern. 150 Argentinier sollen bereits evakuiert worden sein, wie das Onlinenachrichtenportal "Infobea" berichtet. 

Bislang gibt es keine offiziellen Äußerungen zu den Schäden, lediglich das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung habe eine Liste mit durch das Feuer bedrohten Tierarten herausgegeben. Zwar seien für die verschiedenen Brandherde im Land unterschiedliche Gründe anzunehmen, der Großteil der Feuer sei aber offenbar durch menschliches Handeln entstanden, so "Clarin".

Doch auch die Trockenheit im Land spielt bei der Ausbreitung der Feuer vermutlich eine Rolle.  Der Gouverneur von Cordoba, Juan Schiarett sagte: "Das Wetter bestraft uns mit einem so trockenen und windigen Jahr. Die Priorität besteht nun darin, gefährdete Menschen in der Umgebung zu schützen."

Viele Regionen in Argentinien durchleben aktuell eine schwere Trockenperiode. Seit Anfang April hat es kaum geregnet. "Der fehlende Regen und  der Mangel der Feuchtigkeit im Boden begünstigen das Auftreten der Brände", schreibt die nationale Stelle für Meteorologie in Argentinien auf Twitter.

 

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