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Abschiebungen der USA nach Guatemala stark gestiegen

(Symbolbild): Schild an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko. Foto: Øle Schmidt/ Adveniat

Die Anti-Migrantenpolitik von US-Präsident Donald Trump führt zu einer Welle von Abschiebungen nach Guatemala: 2019 sind so viele Guatemalteken aus den USA in ihr Herkunftsland zurückgeschickt worden wie seit 12 Jahren nicht mehr, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 54.547 Migrantinnen und Migranten aus dem mittelamerikanischen Land. Das zeigen Daten der Behörde für Migration in Guatemala. Damit alle Guatemalteken in ihr Heimatland zurückkehren konnten,  seien insgesamt 486 Flüge notwendig gewesen, so die Behörde weiter. 

Bei seiner Amtsübernahme von Trumps Vorgänger Barack Obama im Jahr 2009 hatten die US-Behörden nur 27.222 Guatemalteken des Landes verwiesen. „Wir führen den Anstieg auf die Migrationspolitik der Vereinigten Staaten zurück“, zitiert Reuters eine Sprecherin der guatemaltekischen Migrationsbehörde. Sie  gehe davon aus, dass auch in 2020 ähnlich viele Abschiebungen angeordnet würden. Die US-Regierung hatte zudem im Juli 2019 mit Guatemala ein Abkommen über die Drittstaaten-Regelung geschlossen. Asyl-Antragsteller aus lateinamerikanischen Staaten, die über Mexiko in die USA wollen, aber über Guatemala gereist sind, müssen in diesem Land ihre Rechtsansprüche prüfen lassen.

Der Republikaner Trump hat die Migration zu einem der zentralen Punkte seiner politischen Agenda erklärt. Bereits während des Wahlkampfes in den Jahren 2015 und 2016 hatte er angekündigt, härter gegen illegale Migranten vorgehen zu wollen. 

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