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Coronakrise in Bolivien: Mediziner warnen vor Kollaps

In der Stadt Cochabamba in Bolivien sind die Krankenhäuser überfordert. Foto: Pixabay

In Bolivien droht sich die Lage in der Corona-Pandemie weiter zuzuspitzen. Wie die Tageszeitung "Los Tiempos" (Mittwoch; Onlineausgabe) berichtet, warnen Mediziner, vor dem Kollaps des Gesundheitssystems in der viertgrößten Stadt Cochabamba. "Wir stehen an einem Beginn einer Katastrophe - gesundheitlich und humanitär", hieß es. Es gäbe zahlreiche Tote in den Straßen, Häuser und vor den Türen der Hospitäler. Die Tageszeitung "Jornada" berichtet über eine Überlastung der lokalen Friedhöfe. Dies führe dazu, dass derzeit mindestens 40 Leichen nicht bestattet werden könnten und noch in den Unterkünften auf Abholung warteten.

Nach tagelangen Auseinandersetzungen stimmte am Mittwoch das Parlament einem neuen Gesetz zu, dass auch Privatkliniken verpflichtet künftig Corona-Patienten aufzunehmen. Damit soll die Erhöhung der Krankenbettzahlen erreicht werden. Nach WHO-Angaben gibt es in Bolivien derzeit rund 32.000 registrierte Infektionen und fast 1.100 Tote.

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