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Anschlag auf Indigene in Kolumbien sorgt für Bestürzung

(Symbolfoto) Polizisten auf der Straße in der Departementshauptstadt des Cauca Popayán 2018. Foto: Florian Kopp/ Adveniat

In Kolumbien sind bei einem Anschlag mindestens fünf Indigene getötet worden. Wie das Nachrichtenmagazin Semana (Dienstag Ortszeit) berichtete, handelt es sich bei den Opfern um eine indigene Politikerin sowie vier Leibwächter. Der Anschlag ereignete sich in der Unruheprovinz Cauca. Bei den Angreifern soll es sich um Angehörige der ehemaligen FARC-Guerilla handeln, die sich dem Friedensprozess verweigern. Zuvor hatten sich Vertreter der Indigenen an die Regierung gewandt und über die Präsenz der illegalen bewaffneten Gruppen berichtet.

Kolumbiens Präsident Ivan Duque verurteilte den Anschlag ebenso wie ein Vertreter der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Der Indigenen-Regionalverband rief Präsident Duque auf, das Leben der Indigenen in der Region zu schützen.

Im September 2016 hatte die Regierung des damaligen Präsidenten Juan Manuel Santos ein Friedensabkommen mit der Rebellenorganisation FARC geschlossen. Es beendete den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg. Die entwaffnete FARC sitzt inzwischen als politische Partei im Parlament. Ein Teil der Rebellen lehnte allerdings den Friedensvertrag ab und kämpft weiter. Viele dieser Kämpfer sind in den Drogenhandel verstrickt. Vor Kurzem kündigten zudem frühere FARC-Führer an, sich wieder bewaffnen zu wollen. 

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