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Größtes Solarkraftwerk in Lateinamerika eröffnet

Chile setzt auf Sonnenenergie. (Symbolfoto) Foto: Adveniat/Steffen
Chile setzt auf Sonnenenergie. (Symbolfoto) Foto: Adveniat/Steffen

In Chiles Atacama-Wüste wurde am Wochenende das größte Solarkraftwerk des lateinamerikanischen Kontinents eröffnet. Rund 650 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago de Chile werden in der Gemeinde Vallenar künftig 776.000 Solarpanele auf einer Fläche von 260 Hektar eine Stromerzeugungsleistung von 246 Megawatt erbringen, womit rund 240.000 Haushalte versorgt werden können, berichtet die Nachrichtenagentur EFE am Sonntag, den 5. November 2017.

500.000 Tonnen CO2 einsparen

Die erneuerbaren Energien werden in Zukunft „alle anderen Formen der Energiegewinnung ersetzen“, erklärte der Vorsitzende des spanischen Energieunternehmens Acciona José Manuel Entrecanales bei der Eröffnung des 343-Millionen-Dollar-Vorhabens, das zu den zehn größten Photovoltaikanlagen der Erde zählt. Der Bau von „El Romero Solar“, so der Name des Kraftwerkes, sei von rund 450 Arbeitern in nur 13 Monaten fertiggestellt worden, so Entrecanales. Chiles Energieminister Andrés Rebolledo zufolge sei die „Energierevolution“ in der Wüste „nachhaltig und ohne Umweltverschmutzung“.

Die Solarpanele wandeln die Sonneneinstrahlung auf einer Fläche von 1,5 Millionen Quadratmeter (rund 211 Fußballfelder) in elektrische Energie um. Ab 2018 soll die Anlage ans Netz gehen. Dadurch würden insgesamt jährlich an die 485.000 Tonnen klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart, rechnen die Betreiber vor. Der chilenische Staat hatte das Projekt in einer öffentlichen Ausschreibung vergeben. Auch Chiles Präsidentin Michelle Bachelet äußerte sich zu dem Projekt, für die Chilenen werde Energie und Klimaschutz ein weniger „abstraktes, technisches und nicht greifbares Thema“. 2050 will Chile 70 Prozent seiner Energiegewinnung mit Erneuerbaren bestreiten. (bb)

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