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Forscher entdecken unbekanntes präkolumbianisches Volk

Indigener Totempfahl im Ausgrabungsgebiet Alaska. Foto: Bernard Spragg. NZ
Indigener Totempfahl im Ausgrabungsgebiet Alaska. Foto: Bernard Spragg. NZ

Auf der Suche nach dem Ursprung der amerikanischen Ureinwohner von Alaska bis Feuerland haben Forscher im US-Bundesstaat Alaska bei Ausgrabungen im Upward Sun River Überreste eines rund 11.600 Jahre alten Mädchens gefunden. Wie die Tageszeitung El País am Mittwoch, den 3. Januar 2018, berichtet sei jetzt erstmals das gesamte Genom des Kindes ausgewertet worden, womit „ein guter Teil der Geschichte der ersten Amerikaner neu geschrieben“ werden müsse.

Verglichen mit bereits bekannten Genomen amerikanischer Ureinwohner sei das Genmaterial des Mädchens unbekannt. Damit habe man ein bisher unbekanntes Volk entdeckt, so der Wissenschaftler Víctor Moreno Mayar. 2015 hatte der Mexikaner in einem Artikel in der Wissenschaftszeitung Science nachgewiesen, dass die ersten Amerikaner vor 15.000 Jahren über die geschlossene Behringstraße von Sibirien aus in nur einer Siedlungswelle auf den amerikanischen Kontinent gewandert waren.

Zwei Siedlungswellen - oder drei?

Das Mädchen jedoch gehöre nicht zu einer der bisher zwei amerikanischen Völker, die sich vor 13.000 Jahren nach ihrer Übersiedlung nach Amerika voneinander getrennt haben, sondern „war Teil einer externen Bevölkerung“, so Moreno in El País. Man wisse bisher nicht, wo diese amerikanische Abstammungslinie her kommt. Andere Theorien über die Besiedlung des Kontinents gehen von zwei bis drei Siedlungswellen aus. (bb)

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