Costa Rica |

Studenten protestieren für höhere Bildungsausgaben

In Costa Rica haben Studentenverbände neue Proteste gegen Haushaltskürzungen im Bereich der Hochschulen angekündigt. Nach Verhandlungen mit der Regierung von Präsident Carlos Alvarado Quesada lehnten studentische Vertreter der Universidad Nacional (UNA) ein bereits unterzeichnetes Abkommen ab, da es gegen studentische Interessen verstoßen würde, wie lokale Medien berichten.

Die Polizei setzte am Dienstag erneut Tränengas gegen die Protestierenden ein, die sich vor dem Hauptgebäude der Universität in der Hauptstadt San José versammelt hatten. Nach einer Vollversammlung hatte die Studenten beschlossen, die Proteste weiterzuführen. Sie fordern auch den Rücktritt des Universitätsdirektors Alberto Salom. Dieser habe sich gegen die Studenten gestellt und mehrfach die gewaltsame Räumung des Universitätsgeländes durch die Polizei angeordnet. Seit mehr als einer Woche demonstrieren tausende Studentinnen und Studenten gegen Einsparungen beim „Sonderfonds für Hochschulbildung“ (FEES).

Das Finanzministerium hatte über 70 Milliarden Colones (rund 122 Millionen US-Dollar) vom FEES abgezogen, um laufenden Kosten zu begleichen. Viele Studenten befürchten, dass Stipendien gestrichen und Lehrkräfte schlechter bezahlt werden könnten. Wie die Tageszeitung „La Nación“ berichtet, reichte Finanzministerin Rocío Aguilar am Mittwoch ihren Rücktritt ein. Der Rechnungshof hatte dem Präsidenten ihre Suspendierung für einen Monat vorgeschlagen. Die Politikerin hatte Staatsschulden beglichen, ohne das Parlament vorab über die Sonderausgaben zu befragen. (bb)

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