Peru |

Proteste gegen Tía-María-Kupfermine gehen weiter

Nach der Pause über die Osterfeiertage gehen die Proteste gegen das Kupferbergwerk-Projekt Tía im peruanischen Departamento Arequipa in der Provinz Islay im Distrikt Cocachacra in eine neue Runde. Jesús Cornejo Reynoso von der Bürgervereinigung "Junta de Usarios del Valle de Tambo" erklärte zu Wochenbeginn, Protestaktionen in den Distrikten Cocachacra, Deán Valdivia und Punta de Bombón gegen das Bergbau-Vorhaben des Multis Southern Perú würden so lange weitergehen, bis die Regierung eine Lösung gefunden habe, berichtet die Tageszeitung La República.

Verhandlungen mit der Regierung in Lima werde es jedoch erst geben, wenn diese sich gegen das Bergbauprojekt stelle, sagten die Bürgermeister der drei Distrikte und verweigerten ihre Teilnahme an einem runden Tisch zum Konflikt, den die Zentralregierung einberufen hatten. "Der Premierminister muss handeln, um dem Volk bei der Konfliktlösung zu helfen. Das Volk hat aber bereits entschieden, dass es den Bergbau nicht will", erklärte Helar Valencia, Bürgermeister von Cocachacra.

Als nächste Maßnahme wollen die Bewohner des betroffenen Tambo-Tals die Panamericana-Überlandstraße blockieren, welche die Städte Moquegua und Tacna verbindet. "Wir kommen dahin, und sei es über die Berge, aber wir müssen den Protest in diese Gegend tragen", so Reynoso zur Ankündigung der Sicherheitskräfte, die Demonstranten an ihrer Aktion zu hindern. Präsident Humala bat derweil darum, dem 1,4-Milliarden-Dollar-Vorhaben eine "Chance" zu geben, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Andina. (bb)