Mexiko: 13 nahe der US-Grenze gefundene Leichen vermutlich Migranten aus Guatemala
Beamte in Mexiko haben nahe der US-Grenze 19 verbrannte Leichen gefunden. Bei einem Teil der Opfer soll es sich nach ersten Erkenntnissen um Migranten aus Guatemala handeln.
Bei den Opfern eines Leichenfunds in Mexiko handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Migranten aus Guatemala. Familienangehörige der Geflüchteten erklärten, dass 13 von 19 Leichen am Tatort ihre vermissten Verwandten sein könnten, berichtet die Nachrichtenagentur AP am Montag. Die völlig verbrannten Toten waren am Wochenende auf einer mexikanischen Landstraße unweit der US-Grenze gefunden worden.
Die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Tamaulipas hatte mitgeteilt, man werde den Leichenfund nun eingehend untersuchen. Die Überreste der Menschen lagen der mexikanischen Tageszeitung "Milenio" zufolge in einem abgebrannten Pick-up-Truck. Vor der Entdeckung habe es gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden gegeben, so das Blatt weiter. In einem Telefoninterview hatte der Guatemalteke Ramiro Coronado gegenüber AP erklärt, dass ein Verwandter in einer Gruppe von 13 Migranten gewesen sei. Kurz vor dem Leichenfund sei der Kontakt dann abgebrochen.
Mexikos Außenministerium teilte mit, man werde prüfen, ob es sich bei den Toten tatsächlich um guatemaltekische Staatsbürger handele. Dazu werde man DNA-Proben von den Verwandten in Guatemala sammeln, um eine mögliche Übereinstimmung mit den gefundenen Opfern festzustellen.
Im Februar 2010 war es im von Bandengewalt heimgesuchten Bundesstaat Tamaulipas zum größten Massaker der jüngsten Geschichte Mexikos gekommen. Beim "San-Fernando-Massaker" hatte das Drogenkartell "Los Zetas" 72 Migranten aus Brasilien, Ecuador, Honduras, Guatemala und El Salvador erschossen. Die Opfer waren auf dem Weg in Richtung USA und hatten sich geweigert, erpresserisches Wegegeld zu zahlen. (bb)