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Kolumbien fordert Hilfe bei Impfung von Migranten

Kolumbiens Präsident Iván Duque bittet die internationale Gemeinschaft um Hilfe, um Migranten ohne Papiere im Land gegen Corona impfen zu lassen. Die Priorität liege bei den nationalen Impfungen bei der heimischen Bevölkerung. 

Kolumbien, Duque

Kolumbiens Präsident Iván Duque Márquez bei einer Diskussionsveranstaltung 2018 in Washington DC, USA. Foto: Iván Duque MárquezInter-American DialogueCC BY 4.0

Kolumbiens Präsident Ivan Duque hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten, um Migranten ohne gültige Aufenthaltspapiere im Land impfen zu können. Es sei wichtig, dass die internationale Gemeinschaft Kolumbien dabei unterstütze, auch jene Personen behandeln zu können, die ihren Aufenthalt im Land nicht legalisiert hätten, sagte Duque laut Tageszeitung "El Tiempo" am Dienstag (Ortszeit).

Duque fügte hinzu, dass illegale Migranten keine Priorität im nationalen Impfplan hätten, da die Regierung keine Information über deren Aufenthaltsorte oder medizinische Vorgeschichte habe. Wie die Nachrichtenseite Deutsche Welle berichtet, will die kolumbianische Regierung im Februar mit den Massenimpfungen beginnen. Die kolumbianische Regierung hätte sich nach eigenen Angaben Impfdosen für 50 Millionen Kolumbianer gesichert. 

Der kolumbianische Wirtschaftswissenschaftler, Alejandro Gavira, kritisierte den Plan der kolumbianischen Regierung: "Die Venezolaner nicht zu impfen, ist aus epidemiologischer Sicht eine schlechte Idee", schrieb er auf Twitter. Vor allem aber sei es ein unethischer Schritt, denn er schließe die schwächsten Gruppen aus, und diskriminiere Migranten geradeso auf bedrohliche Weise, fügte er hinzu. 

Kolumbien nahm in den vergangenen Jahren rund 1,8 Millionen Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela auf. Das Nachbarland wird von einer schweren Versorgungskrise erschüttert, zudem werfen Menschenrechtsorganisationen und die Vereinten Nationen Venezuela massive Menschenrechtsverletzungen vor.

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