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Kolumbien: Bauern-Aktivist und ELN-Guerillero getötet

Die Spirale der Gewalt dreht sich weiter. Zahlen der Mission für Wahlbeobachtung (MOE) zufolge, sind in Kolumbien im ersten Halbjahr dieses Jahres 81 Gemeindeführer, Politiker und Aktivisten ermordet worden.

Waffe, Revolver

Symbolbild: Adveniat/Jürgen Escher

Die Spirale der Gewalt in Kolumbien dreht sich weiter. Zu Wochenbeginn wurde in der Gemeinde Argelia im Departamento Cauca im Südwesten Landes der Bauern-Aktivist Carlos Navia von Unbekannten erschossen. Navia war Mitglied der sozialen Bewegung der "Nationalen Aggrarkoordination" (CNA) und Gründer der "Vereinigung kommunaler Aktionsgremien" in der 28.000-Einwohner-Gemeinde Argelia, berichtet der Radiosender "Blue Radio".

Der jüngste Mord sei "furchtbar", der "Krieg im Land geht weiter, es gibt niemanden, der das aufhält, darum gibt es überall Tote", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Jonathan Patiño. Auf Twitter verurteilte das Landesbüro der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Kolumbien "die Ermordung des Bauernanführers Carlos Navia". In der Region seien die Menschen Opfer von "Morden, Massakern, gewaltsamer Vertreibung“.

Zahlen der Mission für Wahlbeobachtung (MOE) zufolge, sind in Kolumbien im ersten Halbjahr 2020 81 Gemeindeführer, Politiker und Aktivisten ermordet worden. Derweil vermeldete die konservative Regierung von Präsident Iván Duque den Tod des ELN-Guerilleros Andrés Felipe Vanegas Londoño. "Comandante Uriel", der als Nummer Drei der Linksguerilla gilt, sei am Wochenende bei einem Militäreinsatz im Departamento Chocó im Nordosten ums Leben gekommen, informiert die Tageszeitung "El Tiempo". (bb)

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