Soziales, Religion |

Kirchliche Initiativen würdigen Papst-Enzyklika

Kirchliche Hilfswerke und Initiativen haben die neue Enzyklika «Fratelli tutti» von Papst Franziskus als Ansporn für ihre Arbeit gewürdigt. Die Enzyklika sei kein «frommer Text», sondern eine konkrete Handlungsanweisung für eine globale Neuorientierung und Zeitenwende, erklärte das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat am Sonntag, 4. Oktober 2020, in Essen.
 

Papst Franziskus, Adveniat, Synode, Rom, Pater Heinz

Papst Franziskus stärkt mit seiner Enzyklika Fratelli tutti das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat in seinem Auftrag, ist Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz überzeugt, der Papst Franziskus während der Amazonas-Synode auch persönlich getroffen hatte. Foto: Adveniat

Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz betonte, der Papst werde etwa bei Themen wie den Militärausgaben und der Migration sehr konkret. Wenn er fordere, dass das Geld, das für Waffen und Militär verwendet werde, für die Entwicklung der ärmsten Länder ausgegeben werden müsse, dann richte sich das auch an viele Staaten in Lateinamerika und der Karibik. Mit Blick auf die Migrationsbewegungen in Lateinamerika betone Franziskus das Recht jedes Menschen, einen Ort zu finden, wo er seine Grundbedürfnisse befriedigen und sich entwickeln kann.

Recht auf Frieden und würdiges Leben

Die Initiative "Wir sind Kirche" sprach von einem sehr eindringlichen und visionären Rundschreiben. "Es ist ein grundlegendes Umsteuern notwendig - in der eigenen Kirche, in den anderen Kirchen und Religionen und vor allem auch bei den politischen Verantwortungsträgern." Auch in der Lehre der katholischen Kirche sei ein Perspektiv- und Handlungswechsel nötig - etwa mit Blick auf die Rolle der Frauen, denen der Papst die gleiche Würde und die gleichen Rechte zuschreibe. "Als erster Papst der Neuzeit sucht Franziskus den direkten Kontakt zu Verantwortlichen von Sozialen Bewegungen aus aller Welt", betont "Wir sind Kirche".

Weitere Nachrichten zu: Soziales, Religion