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Kampf gegen Kinder- und Zwangsarbeit in Brasilien gefährdet

Der Staat Brasilien kann bald wohl nicht mehr gegen Kinderarbeit vorgehen, weil die selbst auferlegte Ausgabensperre sie daran hindert. Symbolbild.
Der Staat Brasilien kann bald wohl nicht mehr gegen Kinderarbeit vorgehen, weil die selbst auferlegte Ausgabensperre sie daran hindert. Symbolbild.

Brasiliens Behörden müssen ihren Kampf gegen Kinder- und Zwangsarbeit wegen leerer Haushaltskassen womöglich vorübergehend einstellen. Im August gelte eine Ausgabensperre, berichtet die Zeitung "O Globo" am Sonntag, 23. Juli 2017. Die Zeitung beruft sich auf Daten aus einer internen Anweisung der zuständigen Behörden.

Andere Haushaltsposten sollen Finanzlücke stopfen

Schon jetzt stünden viele Einsatzfahrzeuge wegen Treibstoffmangels still, hieß es weiter. Diese gehören zu mobilen Einsatztrupps des Arbeitsministeriums. Sowohl in den Städten wie auch auf dem Land bekämpfen sie die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen sowie die Zwangs- und Sklavenarbeit. Die bevorstehende Ausgabensperre könne zu einer Einstellungen der Aktivitäten führen.

Das Arbeitsministerium verneinte in einem am Sonntagabend veröffentlichten Statement allerdings die von "O Globo" gemeldete Aussetzung der Kontrollen. Man werde die benötigten Mittel aus anderen Haushaltsposten entnehmen.

Quelle: KNA.

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