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Jamaika: Reggae-Legende Toots Hibbert gestorben

Hibbert gilt als Erfinder des Begriffs „Reggae“. Er war kürzlich positiv auf Corona getestet worden. 

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Toots & the Maytals bei einem Konzert 2010 in Florida in den USA. Foto: Toots Hibbertkarl.simpsonCC BY-SA 4.0

Toots Hibbert landete 1968 einen Hit mit „Do the Reggay“. In anderer Schreibweise sollte ein Musikstil entstehen, der von Jamaika aus die Welt eroberte. Die Ska-Band „Toots & the Maytals“ war bereits seit den frühen 1960er Jahren aktiv und stellte mit 31 Nummer-Eins-Singles in Jamaika einen Rekord auf. Die Musikzeitschrift „Rolling Stone“ führte Toots Hibbert in einer Liste der 100 besten Sänger aller Zeiten. Sein Gesangsstil wurde mit dem des Soul-Sängers Otis Redding verglichen, der 1967 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam und nur 26 Jahre alt wurde. Weit weniger bekannt als Bob Marley, steht Toots Hibbert für Reggae-Liebhaber als Pionier auf einer Stufe mit diesem. 

Neues Album Ende August erschienen 

Hibbert starb am 11. September in Kingston im Kreis seiner Familie. Die Todesursache ist bislang unbekannt, der 77-Jährige war aber kürzlich positiv auf Corona getestet worden und wurde intensivmedizinisch behandelt. Hibberts Band und die Familie bedankten sich in einem Statement bei den Pflegern und Ärzten für ihren Einsatz. Der Musiker hinterlässt seine Ehefrau und sieben Kinder. Erst Ende August war das erste reguläre Album der Band seit mehr als einem Jahrzehnt erschienen, Titel: „Got to Be Tough“ („Man muss hart sein.“). Zahlreiche Musiker haben in den sozialen Medien Abschied von Toots Hibbert genommen. Die britische Band UB40 sagt, er habe großen Einfluss auf sie gehabt und schon in jungen Jahren ihre Liebe zum Reggae geweckt. Bob Marleys Sohn Ziggy Marley schreibt auf Twitter von einer Vaterfigur, die gegangen sei.

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