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Energie wird sauberer und effizienter

Kuba möchte grüner werden: hier eine Strasse im Dorf San Anselmo. Foto: Adveniat/Steffen
Kuba möchte grüner werden: hier eine Strasse im Dorf San Anselmo. Foto: Adveniat/Steffen

Durch mehr erneuerbare Energien und Energieeffizienz will Kuba seine Abhängigkeit von Ölimporten verringern sowie seinen Beitrag zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 leisten. In den kommenden Jahren werde die Regierung 13 Millionen Lampen mit herkömmlichen Glühbirnen in Privathaushalten durch energiesparende LED-Leuchten ersetzen, berichtet die Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch, den 20. Dezember 2017, über die Regierungspläne.

Nach der Umrüstung der Haushalte werde auch die öffentliche Straßenbeleuchtung komplett auf LED umgestellt, so Energie- und Bergbauminister Alfredo López in kubanischen Medien. Des Weiteren werden zwei Millionen E-Herde in den Küchen der Kubaner und Kubanerinnen durch Induktionsherde ersetzt. Bisher würden rund eine halbe Million Haushalte mit dieser energieschonenden Methode kochen, so amtliche Daten. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion liegt aktuell bei knapp fünf Prozent.

Ziel: 24 Prozent erneuerbare Energien bis 2030

Im Nationalen Klimaschutzplan (NDC) der Vereinten Nationen unter dem Pariser Abkommen von 2015 hat sich Kuba auch zur Energiewende bekannt. Bis 2030 sollen 24 Prozent der Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen stammen: 19 Biomassekraftwerke mit der Nutzung von Zuckerrohr- und Holzabfällen, 13 Windparks, 700 Megawatt aus Solarenergie und 74 kleine Wasserkraftwerke. Außerdem sollen 200.000 Quadratmeter Sonnen-Wasserwärmer auf Dächern von Haushalten und Industrie installiert werden. (bb)

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