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Costa Rica erklärt Wasser zu Menschenrecht

Nach vielen Jahren harter Verhandlungen verankert Costa Rica den Zugang zu Wasser als Menschenrecht in der Verfassung. Alle Abgeordneten stimmten für die Verfassungsänderung. 

In Costa Rica gilt Wasser nun als Menschenrecht (Archivbild). Foto: Pixabay 

Alle anwesenden 49 Kongressabgeordneten haben in Costa Rica am vergangnen Mittwoch dafür gestimmt, der Verfassung einen Absatz hinzuzufügen, der den Zugang zu Trinkwasser zu einem Menschenrecht erklärt. Es handele sich um ein essenzielles Gut für das Leben jedes Costa-Ricaners, so die Begründung der Abgeordneten. Gesetzlich geregelt würden Nutzung, Schutz und Nachhaltigkeit. Die Versorgung mit Trinkwasser für die Bevölkerung habe Priorität. Alle Fraktionen in Costa Ricas Parlament hatten die Initiative unterstützt. Die aktuelle Verfassung stammt aus dem Jahr 1949.

Die Abgeordnete Paola Valladares zeigte sich hocherfreut über die Aufnahme des Rechts auf Wasser in die Verfassung. Dennoch müsse in Costa Rica dringend die Infrastruktur weiter verbessert werden, zitiert sie die Nachrichtenseite aus Costa Rica AdiarioCR. Viele Familien verfügten über kein Trinkwasser. Die Abgeordnete  Yorleny León pochte darauf, dass das Recht nicht nur auf dem Papier stehe und möglicherweise vor Gericht eingefordert werden müsse. Laut litten Teile des Landes unter wochenlangen Dürren und müssten für Trinkwasser weite Strecken zurücklegen. (bs)

 

 

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