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Behörden warnen vor Chikungunya-Virus

Seit Februar 2014 leidet die Dominikanische Republik unter dem Chikungunya-Virus. Foto: Luz Sosa (OPS/OMS). CC BY-ND 2.0
Seit Februar 2014 leidet die Dominikanische Republik unter dem Chikungunya-Virus. Foto: Luz Sosa (OPS/OMS). CC BY-ND 2.0

Mehr als 260.000 Fälle von Infektionen mit dem aggressiven Chikungunya-Virus seit Ausbruch der Epidemie haben die Behörden in ganz Lateinamerika zu vermehrten Warnungen veranlasst. In den letzten Wochen sei die Zahl der Erkrankungen rapide angestiegen, was in einigen Ländern zu massiven Arbeitsausfällen geführt habe, warnte zuletzt die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (OPS) mit Sitz in Washington

In der Dominikanischen Republik, Haiti, Guadelupe und Martinique wurden in den letzten Wochen tausende neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Virus-Epidemie sind laut OPS vor allem in der Karibik 22 Menschen gestorben. Die Sterblichkeitsrate der Erkrankung liegt damit unter 0,4 Prozent. In der Dominkanischen Republik sei über die Hälfte der Haushalte betroffen, allerdings würde die Krankheit nicht immer zum Ausbruch kommen, berichtete am Donnerstag, den 4. Juli 2014 die Tageszeitung "El Caribe".

Diese Woche seien erste Fälle aus Paraguay, Costa Rica und Venezuela vermeldet worden, so die Nachrichtenagentur "TeleSur". Das durch den Chikungunya-Virus (CHIKV) ausgelöste Chikungunyafieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch die Stechmücken Aedes aegypti und Aedes albopictu übertragen wird. Das Wort Chikungunya stammt aus der afrikanischen Makonde-Sprache und bedeutet in Anlehnung an die Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen "der gekrümmt Gehende". (bb)