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Azteken-Ausstellung in Stuttgart öffnet wieder

Wegen des Coronavirus musste die Azteken-Ausstellung im Linden-Museum in Stuttgart schließen. Nun öffnet sie am 12. Mai wieder für Besucher - und wird um mehrere Monate verlängert. Gezeigt werden Schätze der aztekischen Kultur und Geschichte, von denen viele zum ersten Mal außerhalb Mexikos zu bestaunen sind. 

Vogelkopfmaske in der Azteken-Ausstellung im Linden-Museum in Stuttgart. Foto: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Die Azteken-Ausstellung im Stuttgarter Linden-Museum öffnet nach der Corona-Schließung ab dem 12. Mai wieder für Besucher. Zugleich wird die Schau um mehrere Monate - bis zum 16. August - verlängert, wie das Museum am Dienstag mitteilte. "Wir freuen uns sehr, dass wir das Museum endlich wieder zugänglich machen können. Dass wir nun die Azteken-Ausstellung noch etwas länger zeigen können, macht uns glücklich", sagte Museumsdirektorin Ines de Castro.

...nicht nur um Opferung, Blut und Krieg, sondern auch um Kunst, Poesie und Wissen

Die Ausstellung will einen neuen und vertiefenden Blick auf die Kultur der Azteken ermöglichen. Nach den Worten von de Castro ist es das Ziel, die rund 150 Exponate in einen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen. Es gehe "nicht nur um Opferung, Blut und Krieg, sondern auch um Kunst, Poesie und Wissen". Anlass der Ausstellung ist die Landung des spanischen Eroberers Hernan Cortes an der mexikanischen Küste vor genau 500 Jahren.

Die meisten Ausstellungstücke stammen aus mexikanischen Museen, viele waren noch nie außerhalb des Landes und einige überhaupt noch nie in einem Museum zu sehen.

Das Wissen über die Azteken ist trotz bis heute laufender Grabungen in der Hauptstadt Mexiko-Stadt laut de Castro "sehr lückenhaft". Das liegt daran, dass Cortes in der Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan den Fürsten Moctezuma zunächst festsetzte und später große Teile der vorspanischen Kultur zerstören ließ. Wichtigste Quellen über die Azteken sind deshalb die Ergebnisse der Grabungen und die Berichte über Cortes' Eroberungen.

Als Besonderheit präsentiert die Schau auch neueste Ergebnisse aus Forschung und Ausgrabungen. Die Schau entstand zusammen mit dem niederländischen Nationaal Museum van Wereldculturen und soll anschließend in Wien und Leiden in der Provinz Südholland gezeigt werden.

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