Costa Rica |

Aufklärung von Mord an Indígena-Aktivisten Rojas gefordert

2015 wurde Rojas inhaftiert. Hier sind die damaligen Proteste zu sehen. (Archivfoto: Comunicación Sin Paredes, Flickr, CC0 1.0)

Rund zwei Monate nach dem Mord an dem indigenen Gemeindeführer und Menschenrechtsaktivisten Sergio Rojas Ortiz in Costa Rica haben 60 Organisationen die vollständige Aufklärung des Gewaltverbrechens gefordert. Wie die Nachrichtenagentur Prensa Latina am Montag, dem 20. Mai 2019 vermeldet, sei die Verabschiedung eines Gesetzes für mehr staatlichen Schutz von Menschenrechtlern eine weitere Forderung der Verbände.

In der Nacht zum 18. März 2019 war der Mitbegründer und Leiter der Koordination der Nationalen Front indigener Völker (Coordinación Nacional del Frente Nacional de Pueblos Indígenas, FRENAPI) von Unbekannten in seinem Haus der Gemeinde Yeri im Indigenengebiet Salitre ermordet worden. Rojas und seine Mitstreiter setzen sich seit Jahren gegen den Landraub in ihrer Heimat zur Wehr.

Am Vortag seiner Ermordung hatte das Mordopfer bei der Staatsanwalt eine Anzeige wegen Landraubs und Verletzung von Menschenrechten eingereicht. Vom Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof CIDH ist das Indigenengebiet Salitre wegen der anhaltenden Angriffe auf die indigene Bevölkerung unter besondere Beobachtung gestellt. Schon in der vergangenen Woche hatten Demonstranten und Indigenen-Vertreter bei Protesten in der Hauptstadt des Landes von Präsident Carlos Alvarado die Aufklärung des Mordes an Rojas eingefordert, so die Tageszeitung „El Mundo“.

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