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2019 wird Internationales Jahr der indigenen Sprachen

Im Ausbildungs-Institut "Victor Andrés Belaunde" werden indigene Lehrerinnen und Lehrer aus- und weitergebildet. Hier eine Publikation in der Sprache der Awajun. Foto: Adveniat/Escher
Im Ausbildungs-Institut "Victor Andrés Belaunde" werden indigene Lehrerinnen und Lehrer aus- und weitergebildet. Hier eine Publikation in der Sprache der Awajun. Foto: Adveniat/Escher

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat beschlossen, das Jahr 2019 zum Internationalen Jahr der indigenen Sprachen zu erklären. Mit der Entscheidung vom Montag, 19. Dezember 2016, will der Völkerrechtsbund die internationale Aufmerksamkeit auf den "schweren drohenden Verlust" indigener Sprachen rund um die Erde lenken, so Nachrichtenagenturen.

Auch gelte es, diese Sprachen als kulturelles Erbe der Menschheit zu bewahren und wieder neu mit Leben zu füllen, heißt es in einer einstimmig von den 193 UN-Mitgliedern angenommenen Resolution. Zuständige UN-Behörde für Planung und Durchführung des Themenjahres ist die UN-Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO).

Das Internationale Jahr geht Medienberichten zufolge zum Großteil auf die Initiative Boliviens zurück. Das multi-ethnische 12-Millionen-Einwohnerland hatte nach seiner Verfassungsreform 2009 alle 36 indigenen Sprachen zur Amtssprache erklärt. Die rechtliche Verankerung führt in der Praxis zur konkreten Stärkung der von Spaniens Kolonisatoren unterdrückten Sprachen. So müssen Lehrer wenigstens eine indigene Sprache erlernen. Vor Gericht besteht das Recht auf Prozessführung in der eigenen Sprache. (bb)

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