Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Die Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América (ALBA) hat sich seit ihrer Gründung stetig weiterentwickelt und hat an politischem Einfluss gewonnen. Das Bündnis, das 2004 mit den zwei Ländern Venezuela und Kuba begann, ist inzwischen auf neun Mitgliedsstaaten herangewachsen und beschloss vor einigen Wochen die Einführung einer eigenen Währung: SUCRE. Die Beziehungen zu den USA bleiben auch nach der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten schwierig. Streitpunkt sind immer wieder die militärischen Aktivitäten der USA in Lateinamerika. Der bolivianische Anwalt und Korrespondent Hugo Moldiz Mercado hat zu der Entwicklung der ALBA und die Beziehungen zu den USA einen Kommentar verfasst. Den Link zum spanischen Originaltext finden Sie unten.