Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
In einer Stellungnahme hat sich die hondurenische Diözese Santa Rosa de Copán erneut gegen die Absetzung des Präsidenten José Manuel Zelaya ausgesprochen. "Wir weisen den Staatsstreich zurück, da er die Verfassung der Republik verletzt (...), Militär und Polizei den einfachen Leuten entgegensetzt, das Volk zum Aufstand zwingt, Aufruhr und Unruhe unter den Bürgern bewirkt und viele Familien, deren Mitglieder getötet oder verletzt werden, in Mitleidenschaft zieht", heißt es in der von Bischof Luis Alfonso Santos am 24. September unterschriebenen Mitteilung. Roberto Micheletti und der Oberste Gerichtshof seien für all die Schäden verantwortlich zu machen. Der
Staatsstreich sei eine Folge der ungerechten Verteilung von Reichtümern, die in Honduras eine tiefe Ungleichheit schaffe und 80 Prozent der Bevölkerung verarmt habe. Diese sei nun erneut Opfer von Machtspielen geworden, bei denen sich die Wohlhabendsten durchsetzen wollten. "Wir werden unermüdlich für die Wiedereinrichtung der verfassungsrechtlichen Ordnung einsetzen, die durch den Staatstreich aufgehoben worden ist."