Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Aufruf gegen Stationierung amerikanischer Soldaten
Die „Frauenbewegung gegen Krieg und für Frieden“ hat einen offenen Brief geschrieben, in dem sie das Verhalten der kolumbianischen Regierung kritisiert. „Die Politik zerstört nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft unserer Kinder“, mahnen die Verfasserinnen in ihrem Schreiben. Sie sprechen sich gegen die Stationierung von weiteren US-amerikanischen Soldaten auf verschiedenen Militärbasen in Kolumbien aus. Sie lehnen die Immunität für amerikanische Soldaten in ihrem Land ab. Zudem äußern sie Besorgnis darüber, dass die Regierung immer neue Argumente fände, um Gewalt und Einschüchterung zu rechtfertigen. Die Frauenbewegung ruft in ihrem Brief dazu auf, sie in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Militarisierung Kolumbiens mit einer Unterschrift zu unterstützen. Unter diesem Artikel finden Sie das dazugehörige Dokument.