Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Aufruf zu einer „Asemblea mundial de los habitantes“ in 2011.
Eine weltweite Versammlung aller Bewohner soll laut dem Internationalen Stadtbewohnerverband (International Alliance of Inhabitants - IAI) Antwort auf die negativen Folgen der neoliberalen Globalisierung geben. Ziel der Versammlung sei es, eine „Vía Urbana“ zu erarbeiten, sodass nicht nur gelte „eine andere Welt ist möglich“, sondern auch ganz konkret: „andere Städte sind möglich“.
Der auf Ausgrenzung und Ungleichheit basierende Neoliberalismus habe nach Ansicht des IAI in den vergangenen Jahren zu miserablen Lebensbedingungen und steigender Obdachlosigkeit geführt. Gleichzeitig sind viele neue Initiativen, Organisationen und Netzwerke entstanden, die darum bemüht sind, den betroffenen Menschen zu helfen. Die Bewegungen sind verschieden in Ursprung und kulturellem Kontext, haben jedoch alle den gleichen Wunsch: eine andere Welt zu gestalten.
Die „Asemblea mundial de los habitantes“ 2011 möchte diese urbanen, sozialen Bewegungen vernetzen und ihnen eine Plattform bieten, miteinander auszutauschen und zu kooperieren. Der IAI ruft im Internet dazu auf, den Appell zur Versammlung mit einer Unterschrift zu unterstützen.