07.12.2017

Kolumbien

Verbände: Kirche in Kolumbien soll bei Friedensvertrag helfen

2016 unterzeichneten kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla ein Friedensabkommen. Doch die Lage im Land bleibt kritisch. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Kolumbianische Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen haben die katholische Kirche aufgefordert, sich weiter intensiv an der Umsetzung des Friedensabkommens zwischen Regierung und der FARC-Guerilla zu beteiligen. Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Vertrags sei die Menschenrechtslage in vielen Regionen weiterhin kritisch, erklärte der kolumbianische Anwalt Leyner Palacios Asprilla am Mittwoch in Berlin. Er war unter anderem Koordinator bei einem Bündnis von Organisationen aus Kirche und Zivilgesellschaft der Pazifikregion.

Kolumbien ein Jahr nach dem Friedensabkommen

Misereor, Brot für die Welt, Amnesty International, Adveniat und der Verein Menschenrechte für Kolumbien (kolko) veranstalten am 07.12.2017 ein Fachgespräch zum Stand der Umsetzung des Friedensabkommens. Es wurde am 24. November 2016 geschlossen. Der Fast-Track-Mechanismus, der eine schnelle Implementierung des Friedensvertrags in nationale Gesetze ermöglichen sollte, ist Ende November ausgelaufen.

Zugleich würdigte Leyner Palacios Asprilla die bisherigen Bemühungen der katholischen Kirche. Sie habe den Friedensprozess angestoßen. Für das Zustandekommen des Vertrags sei auch der Appell von Papst Franziskus sehr wichtig gewesen.

Die kolumbianische Juristin Ana Maria Rodriguez Valencia betonte, um den Friedensvertrag zu einem Erfolg zu machen, müsse der Staat in Bildung, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit investieren und die Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts weiter vorantreiben. Auch die FARC trage eine Mitverantwortung für den Friedensprozess und müsse zur Wahrheitsfindung bei den eigenen schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit beitragen.

Quelle: KNA, Foto: Adveniat/Jürgen Escher

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