13.01.2017

Amazonas, Peru

Supercomputer für Regenwaldschutz

Symbolfoto: Pixabay/Unsplash, CC0 1.0.

Um die Folgen des Klimawandels auf die Flora und Fauna des Regenwaldes besser zu verstehen hat das staatliche „Institut zur Erforschung des peruanischen Amazonas“ (IIAP) einen Super-Computer eingerichtet. Der Rechner in der Amazonas-Stadt Iquitos werde der leistungsstärkste Computer in ganz Peru sein, informiert die Tageszeitung "El Comercio" am Freitag, 13. Januar 2017.

Der Super-Computer habe insgesamt 1,5 Millionen Soles (420.000 Euro) gekostet, so die Tageszeitung. Über im Ökosystem des Regenwals angebrachte Sensoren - die Wichtigsten davon in Loreto (4 Sensoren), Pucallpa (3) und in Puerto Maldonado (3) - werden permanent Daten an den Forschungsrechner gesendet. "Mit der Anwendung moderner Technologie passen wir uns den Anforderungen und Bedürfnissen zur Analyse und Modellierung von Szenarien an, und zwar nach dem Pariser Klimavertrag von 2015, um den Klimawandel besser zu verstehen", erklärt IIAP-Direktor Luis Campos Baca im Interview.

Hunderte Bioinformatik-Projekte seien geplant, lobte der Wissenschaftler die Möglichkeiten des "Spielzeugs für Forscher". Beobachtet würden die nötigen Reduktionen des Klimagases CO2. Aber auch Anpassungsstrategien an die Erderwärmung könnten modelliert werden, um der Politik auf nationalem und regionalem Niveau Handlungsoptionen vorzuschlagen, so Campos. Belastbare Daten sind wichtig für die Berechnung von CO2-Budgets, Wiederaufforstungen oder Erstellung von Biodatenbanken (ph-Wert von Wasser, Luftwerte, Tier- und Pflanzenbestände).Die Rechenmaschine im Dschungel wird am 27. Januar 2017 offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt und in Betrieb genommen. (bb)

Foto: Pixabay/Unsplash, CC0 1.0.

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