10.10.2018

Brasilien

So wählten die Brasilianer in Deutschland

Der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro der rechten Partei PSL hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 46 Prozent der Stimmen geholt. Auf Platz zwei, und somit zur Stichwahl zugelassen, folgte Fernando Haddad der von Korruptionsskandalen erschütterten Arbeiterpartei PT mit 29 Prozent. Bei den Brasilianern im Ausland ergibt sich ein ähnliches Bild.

Bolsonaro war auch hier der klare Sieger: Mit 59 Prozent siegte er sogar noch deutlicher als in Brasilien. Die zweitmeisten Stimmen der im Ausland lebenden Brasilianern erhielt jedoch Ciro Gomes von der Partei PDT mit 15 Prozent, dahinter Haddad mit nur zehn Prozent. Eine halbe Million Brasilianer hatten die Chance abzustimmen, doch nur etwa 200.000 – das sind rund 40 Prozent – kamen ihrer Wahlpflicht nach.

In Deutschland konnten die Brasilianer in fünf Städten abstimmen – Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und München. Im Bezirk Berlin, zu dem auch Hamburg zählt, gewann Ciro Gomes mit 35 Prozent, dahinter Haddad mit 21 Prozent und auf dem dritten Platz Bolsonaro mit 20 Prozent. In Frankfurt (mit Köln) und München gewann Bolsonaro die meisten Stimmen. (aw)

Quellen: TSE, Globo, Infomoney

Freundliche Unterstützung von Graca Castro Schmidgen und Niklas Franzen

« Zurück

Aktuelle Ausgabe:

Titelbild des Magazin Blickpunkt Lateinamerika in der aktuellen Printausgabe

Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich und kann kostenlos abonniert werden.

 

Redaktion und Kontakt:
Nicola van Bonn
Telefon: +49 (0)201 1756-212
E-Mail versenden

 


DOSSIER:

Oscar Romero

Oscar Romero - Dossier

DOSSIER:
Friedensprozess Kolumbien

Friedenprozess in Kolumbien - Dossier

DOSSIER:
Mapuche

Das Indigene Volk der Mapuche - Dossier

Partner von:

Deutsche Welle ist Kooperationspartner von Blickpunkt Lateinamerika -  Logo von DW