22.12.2016

Peru

Seilbahn soll zu archäologischer Stätte führen

Das so genannte "kleine Cuzco" liegt in gut 3.500 Metern Höhe über dem Tal der Inka. Foto: De Stevage, Trabajo propio, CC BY-SA 3.0

In der peruanischen Provinz Calca wird künftig eine Seilbahn Besucher zur entlegenen archäologischen Stätte Huchuy Qosqo bringen. Den Auftrag hat das österreichische Unternehmen Doppelmayr/Garaventa erhalten.

In das recht schwierig zu erreichende Gebiet kommen bislang nur vereinzelt Touristen. Mit der Seilbahn sollen mehr als 4.000 Besucher pro Jahr zu den Ruinen befördert werden, die sich in gut 3.500 Meter Höhe über dem Heiligen Tal der Inka befinden. Peru will eine neue touristische Destination entwickeln. Da der Zugang mit Fahrzeugen nicht möglich ist, scheuen Touristen bislang den anstrengenden Besuch. Huchuy Qosqo ist nur zu Fuß und ein Stück weit auch auf dem Pferderücken zu erreichen. Sechs bis acht Touristen pro Tag nehmen sich hierfür die Zeit.
 
Projekt schon vor Jahren beschlossen
 
Das Seilbahn-Projekt sollte eigentlich schon vor drei Jahren in Angriff genommen werden. Seinerzeit war die Rede von einem Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro. Auf der Strecke von drei Kilometern Länge muss ein Höhenunterschied von 600 Metern überwunden werden. Huchuy Qosqo ist Quechua und bedeutet "Kleines Cuzco". Angelegt wurde es im 15. Jahrhundert von dem Inka-Herrscher Wiraqocha, dessen bevorzugter Aufenthaltsort es war. Als das Volk der Chanka, die wichtigsten Gegner der Inka, 1438 Cuzco einnahm, musste Wiraqocha fliehen. Der Inkaherrscher Yupanqui sollte die Chanka schließlich besiegen. Um schneller fliehen zu können, verwandelten diese sich der Legende nach in Kondore. (bs)

Foto: De Stevage, Trabajo propio, CC BY-SA 3.0

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