10.01.2018

Peru

Präsident wechselt neun Minister aus

Nach der umstrittenen Entscheidung von Perus Präsident Pedro Kuczynski den wegen schwerer Menschenrechtsverbrechen verurteilten Ex-Staatschef Alberto Fujimori aus humanitären Gründen zu begnadigen hat der Regierungschef zu Wochenbeginn insgesamt neun seiner 19 Ministerinnen und Minister ausgewechselt. „Dieses neue Kabinett ist ein Vorschlag, um einen Weg zu einem dauerhaften Dialog mit den Bürgern zu ermöglichen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters das Staatsoberhaupt am Dienstag, den 9. Januar 2018.

Der wegen seiner Verstrickung in den Odebrecht-Skandal unter Druck geratene Kuczynski will mit der bisher umfangreichsten Kabinettsumstellung seit seinem Amtsantritt im Juli 2016 seine Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die Mehrzahl der neuen Minister sind Technokraten oder kommen wie der Präsident, ein Ex-Banker, aus dem Umfeld der Privatwirtschaft, so Reuters. Als neuen Gesundheitsminister wurde der Mediziner Abel Salinas von der Konkurrenzpartei APRA vereidigt.

Konkurrenzpartei schließt Minister aus

Auch der neu designierte Arbeitsminister Javier Barrera hat eine APRA-Vergangenheit. Sowohl Salinas als auch Barrera wurden von APRA umgehend aus den eigenen Reihen ausgeschlossen, berichten lokale Medien. Landwirtschaftsminister wird der Ex-Gouverneur der Region Amazonas, José Arista. Das Amt der Außenministerin bekleidet die Anwältin Cayetana Aljovín, die zuvor Energieministerin war. Ihre Nachfolgerin wird die bisherige Vizeminsterin für Energie, Angela Grossheim. (bb)

 

 

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