10.01.2018

Peru

Offener Brief: Umweltschützer sehen Papst als Verbündeten

Die Folgen der Zerstörung des Regenwaldes im illegalen Goldgräbercamp La Pampa im Südosten Perus. Foto: Adveniat/Umlauf

Die in der Umweltverbandbewegung Red Muqui zusammengeschlossenen Organisationen aus Peru und das Lateinamerika-Netzwerk „Kirche und Bergbau“ haben sich in einem offenen Brief an Papst Franziskus gewendet. Anlass ist der Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche in Peru ab dem 18. Januar 2018, bei dem Franziskus neben der Hauptstadt auch die Regionen La Libertad und Madre de Dios besuchen wird, so Red Muqiu zu Wochenbeginn auf ihrer Webseite.

Die Umweltschutzverbände sehen in Papst Franziskus einen engen Verbündeten. In der Enzyklika „Laudato Sí“ hatte der Argentinier 2014 erstmals den Zusammenhang von Kapitalismus, Konsum, Wachstum, Klimawandel und Umweltzerstörung dargelegt und verurteilt. Während seines Peru-Besuchs solle der oberste Kirchenvater die Gastgeber-Regierung von Präsident Pablo Kuczynksi auf dessen Wirtschaftspolitik ansprechen, die „Schäden gegenüber Umwelt und Sozialem duldet“, so die Briefeschreiber.

Großteil der Gesetzeserlasse zugunsten der Industrie

„Allein während der aktuellen Regierung von Herrn Kuczynski, vom Oktober 2016 bis März 2017, wurden 112 Gesetzesdekrete erlassen, von denen 65 für die Wiederbelebung der Wirtschaft verabschiedet wurden“, kritisieren die Umweltschützer die Ausweitung von Bergbau, Forstwirtschaft und Landwirtschaft. Die neuen Gesetze hätten „ein Klima der sozialen Spannungen im Land befördert, weil die Mehrheit der Normen die Grundrechte von Gemeinden und der Bevölkerung im Allgemeinen verletzen“.

Red Muqui ist ein Netzwerk aus 28 lokalen und nationalen Institutionen in Peru, die sich für die Rechte der Bevölkerung in Bergbau gebieten einsetzen. (bb)

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