19.09.2017

Kolumbien

Lokales Friedensabkommen in Unruheprovinz Chocó

In der Region Chocó ist die Mehrheit der Bewohner afrokolumbianischer Herkunft. Foto: Adveniat/Escher

In Quibdo, der Hauptstadt der bettelarmen kolumbianischen Unruheprovinz Choco, haben bewaffnete Banden und die Stadtverwaltung ein lokales Friedensabkommen geschlossen. Unter Vermittlung der katholischen Kirche unterzeichneten beide Seiten nach einem Bericht des Senders "La FM" am Montag, 18. September 2017 (Ortszeit), eine entsprechende Erklärung im Beisein von Vertretern der Zivilgesellschaft.

Während sich die öffentliche Hand bereit erklärte, in soziale Projekte und Arbeitsplätze zu investieren, wollen die bewaffneten Banden ihre Waffen niederlegen und mit den Sicherheitskräften kooperieren. Zugleich soll es einen Straferlass geben.

Mit dem Abkommen soll nach Willen von Quibdos Bürgermeister Isaias Chala der "Fluss des Blutes" gestoppt werden. So hatte Quibdos Bischof Juan Carlos Barreto in einem Brief an die Regierung des südamerikanischen Landes die ausufernde Gewalt in der überwiegend von Afrokolombianern bewohnten Stadt beschrieben.

Quelle: KNA

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