12.04.2018

Mittelamerika, USA

Höhere Studiengebühren für Dreamer in Arizona

Mehr als 20.000 US-Dollar Studiengebühren sollen die "Dreamer" zukünftig jährlich zahlen. Damit wird ihnen der Zugang zur Uni praktisch verwehrt. Foto (Symbolbild): Adveniat/Achim Pohl

Kinder von illegalen Einwanderern müssen im US-Bundesstaat Arizona künftig höhere Studiengebühren zahlen als amerikanische Staatsbürger. Das entschied das Verfassungsgericht des Bundesstaats am späten Montag, 9. April 2018 (Ortszeit). Das Urteil betrifft Tausende sogenannte Dreamer, die sich an Bildungseinrichtungen des Bundesstaates immatrikulieren wollen. Das von Ex-Präsident Barack Obama verfügte DACA-Dekret gewährt ihnen zeitlich begrenzten Schutz vor Abschiebung sowie eine Arbeitserlaubnis und den Besuch von Schulen und Universitäten.

Die "Dreamer" müssen demnach künftig mehr als das Doppelte an Studiengebühren zahlen als US-Staatsbürger, denen jährlich knapp 11.000 US-Doller in Rechnung gestellt werden. Die Präsidentin der Studentenorganisation "Arizona Dream Act Coalition", Karina Ruiz, kritisierte das Urteil als massive Belastung für die Betroffenen.

Ursprünglich wollte US-Präsident Donald Trump das DACA-Programm Anfang März auslaufen lassen. Gerichte in Kalifornien und New York blockierten jedoch in landesweit gültigen Urteilen ein Auslaufen der Regelung.

Quelle: KNA

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