18.05.2016

Kolumbien

FARC hatte 12.000 Kinder in ihren Reihen

Graffiti in Bogota gegen den Krieg: "Nie wieder Krieg". Foto: Adveniat/Escher.

Die linksgerichtete Guerilla-Organisation FARC hat nach Angaben der kolumbianischen Staatsanwaltschaft in der Zeit von 1975 bis 2014 insgesamt 11.556 Kinder und Jugendliche rekrutiert. Ein Drittel davon seien Mädchen gewesen, berichtet die Tageszeitung "El Colombiano" (Onlineausgabe) unter Berufung auf eine Statistik der Behörden.

Am Wochenende hatte die FARC angekündigt, Kinder und Jugendliche in ihren Reihen freizulassen, damit diese in die Gesellschaft integriert werden könnten. Zuvor hatte die Guerilla bereits erklärt, auf die Rekrutierung von minderjährigen Kämpfern künftig zu verzichten.

Gegen den Willen

Menschenrechtsorganisationen und kirchliche Gruppen hatten die Rekrutierungspraxis der FARC sowie anderer Guerillaorganisationen und paramilitärischer Gruppen in Kolumbien scharf kritisiert, da Kinder oft gegen ihren Willen und unter Androhung schwerer Strafen bis hin zum Tod an die Waffen gezwungen würden.

Der kolumbianische Kardinal Ruben Salazar Gomez, Erzbischof von Bogota und Vorsitzender des lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM, sagte dem Friedensprozess seine Unterstütztung zu. Die Kirche werde alle Initiativen unterstützen, die es möglich machten, dass Menschen die Waffen niederlegten, ganz besonders wenn es sich um Kinder handele, sagte Salazar in Bogota.

Quelle: KNA

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