08.05.2018

Kolumbien

Erweiterung des Nationalparks Chiribiquete angekündigt

Berge und der dichte Amazonas-Urwald (Symbolfoto: Escher/Adveniat)

Der größte Nationalpark im Süden Kolumbiens Chiribiquete soll erneut vergrößert werden. Dies kündigte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos am 07. Mai 2018 auf der jährlichen Versammlung des Nationalen Umweltfonds (WWF) in Cartagena de India an. Derzeit umfasst die geschützte Fläche des Parks 1,3 Millionen Hektar und soll auf 2,8 Millionen Hektar erweitert werden. Santos betonte die große Bedeutung des Parks, der sowohl ein heiliges indigenes Zentrum als auch Heimat des Jaguars sowie Stätte von Höhlenmalereien ist. Internationalen Experten zufolge ist im Chiribiquete Nationalpark eine der größten Artenvielfalten weltweit zu finden.

Darüber hinaus sollen in Zukunft fünf Prozent der CO2-Steuer für das nationale Umweltprogramm „Kolumbiens Erbe“ ausgegeben werden. Das Programm wird von unterschiedlichen staatlichen sowie internationalen Akteuren unterstützt. Es hat die Schaffung neuer geschützten Flächen zum Ziel. Insgesamt sollen im Rahmen des Programms, das im vergangenen Jahr von der kolumbianischen Regierung ins Leben gerufen wurde, 20 Millionen Hektar des kolumbianischen Territoriums zu Nationalparks oder Reservaten deklariert werden. Von der in 2017 erstmals erhobenen CO2-Steuer werden bereits 25 Prozent in Maßnahmen zum Umweltschutz investiert. Mit dem jüngsten Versprechen von Juan Manuel Santos erhöht sich dieser Anteil auf 30 Prozent.

Die unterschiedlichen Maßnahmen zum Schutz der Natur in Kolumbien stellen unter anderem einen Versuch dar, den Auswirkungen des massiven Ressourcenabbaus entgegenzuwirken. Das Land in Südamerika weist eine der größten Biodiversitäten der Welt auf. Diese wurde in den vergangenen Jahrzehnten jedoch vor allem durch die Rodungen im Amazonasgebiet und den Bergbau massiv gefährdet. (aj)

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