05.12.2017

Kolumbien

Erneut Menschenrechtler in Kolumbien ermordet

In mehreren Regionen Kolumbiens gibt es seit Monaten Unruhen, teils blutige Auseinandersetzungen und Übergriffe auf Menschenrechtsaktivisten. Adveniat/Jürgen Escher.

In Kolumbien ist erneut ein Menschenrechtler getötet worden. Wie die Tageszeitung "El Tiempo" am Montag berichtete, drangen unbekannte Bewaffnete am frühen Montagmorgen in die Wohnung des Opfers in Puerto Asis in der Unruheregion Putumayo ein und gaben mehrere Schüsse auf den Menschenrechtler ab. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 48-jährigen Mann, der sich für die sozialen Belange in der Gemeinde eingesetzt hatte.

In der Region sind nach kolumbianischen Medienberichten abtrünnige Kämpfer der inzwischen entwaffneten Guerilla-Organisation FARC ebenso präsent wie Armee-Einheiten und bewaffnete paramilitärische Banden. Wer für das Attentat verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt. In Kolumbien kamen seit der Unterzeichnung des Friedensvertrags mit der FARC Ende vergangenen Jahres mehr als 100 Menschenrechtler bei Attentaten ums Leben.

Quelle: KNA, Foto: Adveniat/Jürgen Escher

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