06.12.2017

Brasilien

Ehemalige Umweltministerin kandidiert fürs Präsidentenamt

Wer zieht 2018 in den Palácio do Planalto ein, den brasilianischen Regierungssitz? Foto: Retratos do Brasil, CC BY-SA 2.0

Die Ex-Senatorin und ehemalige Umweltministerin Marina Silva hat ihre erneute Kandidatur für das höchste Amt in Brasilien erklärt. Wie lokale Medien berichten, werde sich die 59 Jahre alte Umweltpolitikerin in der Ökopartei REDE als Spitzenkandidatin für das Rennen um die Präsidentschaftswahlen im Oktober 2018 bewerben. Offiziell wird Silva auf dem Parteitag im April 2018 gewählt werden.

Eine der wenigen Politiker ohne Korruptionsverfahren

Silva begründete ihre Kandidatur mit dem Argument, dass "die Brasilianer ein Land ohne Korruption wollen", so die Nachrichtenagentur Reuters Anfang Dezember. Unter Polit-Analysten gilt ihre Kandidatur als aussichtsreich, da Silva als eine der wenigen hochrangigen Politiker des Landes ist, gegen die bisher kein Verfahren wegen Korruption läuft. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Datafolha zufolge liegt Silva mit zehn Prozent Zustimmung auf Platz drei der bereits bekannt gewordenen Präsidentschaftskandidaten.  

Bei den Präsidentschaftswahlen 2010 und 2014 konnte die aus armen Verhältnissen stammende Politikerin mit 19 und 20 Prozent im ersten Wahlgang zwei Achtungserfolge einfahren. Silva war Unterstützerin des von Großgrundbesitzern ermordeten Regenwaldschützers Chico Mendes. Bis 2009 war sie Mitglied der Partei der Arbeiter (PT) von Ex-Präsident Lula da Silva, für die sie Senatorin und Umweltministerin (2003–2008) war. (bb)

Foto: Retratos do Brasil, CC BY-SA 2.0

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