16.05.2017

Lateinamerika

Cyberattacke trifft Mexiko am stärksten

In Lateinamerika war vor allem Mexiko von der Schadsoftware "Wanna Cry" betroffen. Foto (Symbolbild): Adveniat/Steffen

Nach Russland, Ukraine, China und Indien ist Mexiko das Land, das am fünftstärksten von der jüngsten Cyberattacke der Erpressungssoftware "Wanna Cry" betroffen war, so ein Bericht der mexikanischen Zeitung "El Economista" am Montag, 15. Mai 2017. Mexiko sei damit das am stärksten in ganz Lateinamerika geschädigte Land, erklärte Dmitry Bestuzhev, Leiter der Analyse- und Forschungsabteilung des Internetsicherheit-Unternehmens Kaspersky Lab in einem Interview mit dem Blatt.

Am Freitag hatte eine Schadsoftware Sicherheitslücken in Microsoft-Systemen genutzt und 200.000 Privatpersonen, Krankenhäuser, Unternehmen und staatliche Institutionen weltweit befallen und Daten verschlüsselt. Diese sollten dann durch eine Zahlung wieder freigegeben werden. Die Schwachstelle in den Microsoft-Systemen hatte der US-Geheimdienst NSA für seine Überwachung genutzt, unbekannte Hacker hatten die Lücke vor dem Cyber-Angriff veröffentlicht, so die Nachrichtenagentur DPA.

Einem Bericht der Forensischen Einheit der mexikanischen Bundespolizei zufolge, seien bei den Behörden allerdings erst vier Fälle digitaler Computer-Entführungen angezeigt worden, schreibt "El Economista". In Mexiko sei Cyberkriminalität kein neues Phänomen. Seit Einführung dieser Straftat in die Kriminalstatistiken seien 170.864 Fälle zu "digitaler Sicherheit" registriert worden, davon 60 Prozent durch Schadsoftware wie Viren und Trojaner. Opfer von Entführungssoftware seien rund 5.500 Personen oder Institutionen geworden, so die offiziellen Zahlen zur Internetkriminalität. (bb)

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