09.01.2017

Bolivien, Weltweit

Befürchtungen wegen Rally Dakar

Auf dem ausgetrockneten Salsee "Salar de Uyuni" wurde bereits 2014 das Rennen "Rallye Dakar" veranstaltet - nun gibt es Bedenken von Umweltschützern. Foto: Marco Verch, CC BY 2.0 (Zuschnitt).

Die Rally Dakar, die seit 2009 aus Sicherheitsgründen nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika stattfindet, löst Kontroversen aus. Kritiker befürchten Schäden für Umwelt und archäologische Stätten.

Am 2. Januar 2017 startete die Rally Dakar in Paraguays Hauptstadt Asunción, Ziel ist am 14. Januar Buenos Aires. Die Fahrer kommen auch durch Bolivien. Hier befürchten Kritiker des Motorsport-Spektakels Schäden für die einzigartigen Landschaften. Insbesondere gilt dies für den Salzsee Salar de Uyuni, ein über 10.000 Quadratkilometer großes Naturphänomen im Südwesten Boliviens.

Bevölkerung erleidet Lärm und Luftverschmutzung

An der Rally Dakar nehmen nicht nur Sportwagen, sondern auch schwere Lkws teil. In den vergangenen Jahren riefen die unweigerlich entstehenden Umweltschäden immer wieder heftige Kritik hervor: Durch die Erschütterungen des Bodens könnten nicht nur archäologische Stätten in Mitleidenschaft gezogen werden, die Bevölkerung entlang der Strecke sei Motorenlärm und Luftverschmutzung ausgesetzt. Außerdem hinterlasse die Rally Dakar jede Menge Abfall.

Appell an Verantwortungsbewusstsein der Organisatoren

Gefahr für den Salar de Uyuni droht nach Ansicht von Kritikern durch mögliche Abweichungen von Fahrzeugen von der Strecke, aber auch durch Zuschauer, die das Rennen verfolgen. Dessen Lärm werde dafür sorgen, dass Lamas die Flucht ergreifen. Die mit der Rally verbundene Förderung des Tourismus wird nicht von allen abgelehnt, doch müssten unberührte Landschaften vor Besuchern geschützt werden. Die Organisatoren der Rally Dakar stünden in der Verantwortung. Denn es handele sich um keine leere Warnung: In den vergangenen Jahren war es zu Schäden an paläontologischen und archäologischen Stätten in Peru, Chile und Argentinien gekommen. (bs)

Foto: Marco Verch,CC BY 2.0 (Zuschnitt).

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