Dom Alcimar Caldas Magalhães, Bischof der Diözese Alto Solimões im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, erzählt im Interview von seiner Arbeit. Der Kapuziner verdingte sich einst wie seine Eltern als Kautschukzapfer und gilt als hervorragender Kenner des Amazonasgebietes und seiner Probleme.
Brasiliens nordöstlicher Bundesstaat Bahia befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Seit einer Woche streiken Teile der für die öffentliche Sicherheit zuständigen Landespolizei "Policia Militar". Sie fordern massive Lohnerhöhungen und Vergünstigungen. Um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten, wurden von der Bundesregierung alleine in die Landeshauptstadt Salvador bisher gut 3.000 Elitesoldaten entsendet. Dort könnte es zu einem blutigen Showdown mit Polizisten kommen, die sich im Parlamentsgebäude verschanzt haben.
Klimawandel, Bergbau und Abwasser von über zwei Millionen Menschen – das sind die Hauptgefahren für den Titicaca-See auf der Hochebene der Anden. Angesicht dieser Risiken für Mensch und Natur haben die Stiftung »Global Nature Fund« mit Sitz am Bodensee und die Initiative »Living Lakes« aus den USA den See zum »Bedrohten See des Jahres 2012« erklärt.
Die regierungskritische Tageszeitung „El Universo“ in Ecuador befindet sich seit Monaten in einem Rechtsstreit mit dem Präsident Rafael Correa. Der Regierungschef hatte die Zeitung wegen "Beleidigung des Staatspräsidenten" verklagt und bekam in erster Instanz Recht. Am 10. Februar kommt es zu einer erneuten Anhörung vor Gericht. Ein Gespräch mit Monica Almeida, der Leiterin der Hauptstadtredaktion von "El Universo".
Guatemalas Staatspräsident Otto Pérez Molina hat eine Task-Force gegen die hohe und zunehmende Zahl von Frauenmorden ins Leben gerufen. Die Friedensnobelpreisträgerinnen Rigoberta Menchú und Jody Williams besuchten das Land, um die Staatengemeinschaft über die Risiken für Frauen in dem zentralamerikanischen Land aufzuklären.
Das Zentralamerikanische Parlament verleiht dem ermordeten Erzbischof Oscar Arnulfo Romero (1917-1980) postum den höchsten Orden, den es zu vergeben hat. Wie die Tageszeitung „Diario Co Latino“ am Mittwoch (Ortszeit) berichtete, stimmten die 120 Abgeordneten des Regionalparlaments einstimmig dafür, Romero mit dem Orden „Francisco Morazan“ im Rang vom Großen Kreuz auszuzeichnen. Damit würdige es seinen Einsatz für die Armen.
Der Namensgeber des Ordens, Jose Francisco Morazan (1792-1842), war der bedeutendste Präsident der Zentralamerikanischen Konföderation; der Staatenbund hatte nur wenige Jahre, von 1823 bis 1838, Bestand. Das Zentralamerikanische Parlament (PARLACEN) mit Hauptsitz in Guatemala-Stadt besteht seit 1991. Feste Mitglieder sind Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Panama. Romero wurde im März 1980 während eines Gottesdienstes erschossen. Mit seinem Einsatz für soziale Gerechtigkeit und wider Ausbeutung und Unterdrückung hatte sich der Erzbischof offen gegen die damalige Militärdiktatur in seinem Land gestellt. Drahtzieher des Attentats soll der spätere Gründer der nationalistischen ARENA-Partei Roberto D‘Aubuisson gewesen sein, ein Major der salvadorianischen Armee und Chef der berüchtigten Todesschwadronen.
Der Tod Romeros war Mitauslöser des Bürgerkriegs in El Salvador, der 70.000 Menschen das Leben kostete. Erst 1992 wurde ein Friedensabkommen geschlossen. Seit 1994 läuft in Rom ein Seligsprechungsverfahren für Romero. Am Sonntag hatte der aktuelle Erzbischof von San Salvador Jose Luis Escobar Alas zum 93. Geburtstag Romeros erklärt, er erwarte eine baldige Seligsprechung.