Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Die Regierung hat eine Steuerreform beschlossen, von der auch die Bildung profitieren soll. Doch die Studenten und Schüler sind nicht einverstanden. Am Mittwoch gingen in Chile wieder mehr als 100.000 Menschen auf die Straße. Derweil erklärt Bildungsminister Beyer, eine kostenlose Ausbildung sei „ungerecht“.
Ein für den 14. Mai anberaumtes Treffen zwischen Behördenvertretern, der Gemeinde Pucacuro und Vertretern der Firma Pluspetrol im Amazonasgebiet hat nicht stattgefunden, meldet die Agentur Servindi. Die Achuar müssen also weiter darauf warten, dass die Verschmutzung des WasserreservoirsAtiliano ernsthaft untersucht wird. 2006 stellten Gesundheitsbehörden bei den Bewohnern erhöhte Blei- und Kadmiumwerte im Blut fest.
An diesem Mittwoch führt Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff die sieben Mitglieder der Wahrheitskommission offiziell ins Amt ein. Damit beginnt eine auf zwei Jahre angelegte Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen aus der Zeit zwischen 1946 und 1988. Für ihre ausgewogene Kandidatenauswahl erntete Rousseff durchweg Lob.
Paraguay will bis Ende der Amtsszeit von Präsident Fernando Lugo 2013 die Armut im Land um 50 Prozent verringern. Ziel sei, in den kommenden drei Jahren die Armutsrate von derzeit 40 auf 20 Prozent und die extreme Armut von 19 auf 10 Prozent zu senken, erläuterte Finanzminister Dionisio Borda am Montag (Ortszeit) in Asuncion. Dazu solle unter anderem das bereits bestehende Sozialprogramm Tekopora zur finanziellen Unterstützung armer Familien auf 200.000 Empfänger ausgeweitet werden. Derzeit erhalten 115.000 Familien diese Hilfe.
Weiter sieht der Aktionsplan der Regierung ein weitergehende Kreditvergabe für Arbeiter im Landwirtschaftssektor vor. Auf Steuerpflichtige soll mehr Druck ausgeübt werden, um die Armutsbekämpfung zu finanzieren. Auch will die Regierung enger mit der Privatwirtschaft zusammenarbeiten. Angestrebt ist den Angaben zufolge, ein jährliches Wirtschaftswachstum von mindestens fünf Prozent und eine Inflationsrate nicht über ein Prozent beizubehalten.
Nach einer Erhebung des Statistikamtes aus dem Jahr 2008 gelten in Paraguay mit seinen rund 6 Millionen Einwohnern rund 2,3 Millionen Menschen als arm. Davon lebe knapp die Hälte in extremer Armut. Am meisten betroffen sei die Landbevölkerung.