Folge 41 (03.02.2012): In dieser Folge tauchen wir ein, in einen der schmutzigsten Flüsse Argentiniens. Wir haben als Buchtipp "Kuba fürs Handgepäck", haben mit dem Direktor der Jesuitischen Universität über das Bildungssystem in Chile gesprochen und stellen Ihnen den Film "La Yuma" vor.
Es sind Bilder die Angst machen: Eine Gruppe von Kindern posiert schwer bewaffnet für den Fotografen. Die Fotos aus Caracas gefährlichsten Stadtteil, dem "Bloque 23 de Enero", haben in Venezuela eine hitzige Debatte ausgelöst. Die Sicherheitslage im Land wird zu einem zentralen Wahlkampfthema für die kommenden Präsidentschaftswahl im Oktober 2012.
Bogotás neuer Bürgermeister Gustavo Petro will zum Auftakt seiner Amtszeit ein Zeichen setzen. Ab sofort ist Zivilisten das Tragen von Waffen für drei Monate verboten. Mit der Aktion soll unter anderem der Waffengebrauch aus dem Affekt verhindert werden. Gewalt ist eines der Hauptprobleme der Neun-Millionen-Metropole.
Seit mehr als einem halben Jahr protestieren Chiles Studenten für eine Reform des Hochschulsystems. Padre Fernando Montes ist Rektor der Jesuitischen Universität Alberto Hurtado in Chile und spricht im Interview über die Problematik des chilenischen Bildungssystems.
Die Studentenproteste in Chile gehen in die zweite Runde. Nachdem im vergangenen Jahr monatelang mehr als 150.000 Studenten für eine Reform des Hochschulsystems demonstriert haben, reisen die drei Wortführer der Bewegung nun durch Europa. Dabei wird deutlich – es geht um mehr als eine Reformierung des Bildungssystems.
Nach Angaben des Frauennetzwerkes gegen Gewalt, wurden 2009 mindestens 79 Frauen von ihren derzeitigen oder ehemaligen Partnern umgebracht. Die Gewalt nehme zu, so das Netzwerk. Um dieser Situation entgegenzuwirken hat die Stiftung „Puntos de Encuentro para Transformar la Vida Cotidiana“ (Treffpunkt zur Transformation des Alltagslebens) eine Aufklärungsbroschüre mit dem Titel „Podemos vivir sin violencia" (Wir können ohne Gewalt leben) herausgegeben. Laut Stiftung erleiden fünf von zehn verheirateten Frauen in Nicaragua psychische oder verbale Gewalt durch ihren Lebenspartner, drei von zehn Frauen erleben physische Gewalt und jede zehnte wurde Opfer von sexueller Gewalt.
Die Broschüre wurde auf Grundlage einer Untersuchung über den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt erstellt, die zwischen November 2009 und April 2010 im Großraum der Hauptstadt Managua durchgeführt worden war. Die Stiftung möchte mit der Publikation dazu beitragen, dass Gewalt von der Bevölkerung erkannt und bewusst wahrgenommen wird und hofft, so die alltägliche Gewalt in Nicaragua eindämmen zu können. Machismus und die Macht der Erwachsenen führten dazu, dass viele Menschen Kinder oder Frauen behandelten, als seien sie ihr Besitz.
„Es ist wichtig, dass wir alle, Männer und Frauen, in der Lage sind, jede Form von schlechter Behandlung als Gewalt wahrzunehmen, die großen Schaden in der Entwicklung einer Person und der Gesellschaft anrichten kann. Mit autoritärem Verhalten und Gewalt wird das Recht auf eigenständiges Denken und Handeln verletzt. Das müssen wir selbst ändern“, heißt es in der Broschüre. (bh)