Im Namen von Entwicklung und dem Wohl des Landes will die Piñera-Regierung seine Lithium-Vorkommen an Privatfirmen verkaufen. Gegner warnen vor neuem Ausverkauf. Über »Spezialverträge im Lithiumgeschäft« sollen Abbau und Verwertung des Grundstoffs für Akkus in Mobiltelefonen und Elektroautos an internationale Rohstoff- und Chemiemultis vergeben werden.
Tausende von peruanischen Frauen warten immer noch auf späte Gerechtigkeit: In den neunziger Jahren wurden sie Opfer eines Sterilisierungsprogramms der damaligen Regierung von Präsident Fujimori. Insgesamt sollen 300.000 Frauen gegen ihren Willen sterilisiert worden sein.
Argentiniens indigene Gemeinschaften haben zum gemeinsamen Kampf aufgerufen und der Regierung ein Ultimatum gesetzt: Sollte sie bis März nicht ein klares Signal setzen, wollen sie mit Land- und Häuserbesetzungen, landesweiten Protestaktionen und einer Klage bei den Vereinten Nationen Druck machen. Für die Regierung kommt die Kampfansage ungünstig, denn sie überlagert den seit Monaten schwelenden Konflikt, nämlich den Kampf gegen große Minenprojekte.
Mit einem weltweiten Radio-Sendemarathon machen internationale Radiostationen auf das Schicksal der Geiseln in Kolumbien aufmerksam. Bis Donnerstag werden zahlreiche Botschaften an die Entführten ausgestrahlt. Sie befinden sich teilweise seit über 13 Jahren in der Hand von Rebellen.
Jugend will symbolische Schutzmauer für Papst bilden
Mehr als 100.000 Jugendliche aus Mexiko und anderen amerikanischen Ländern sollen während des Papstbesuches eine symbolische Schutzmauer für Benedikt XVI. bilden. Wie örtliche Medien unter Berufung auf das Erzbistum Leon berichteten, liegen bereits mehr als 30.000 Bewerbungen von Jugendlichen aus Venezuela, Brasilien, Kanada und den USA vor. Mit der Aktion wollen die jungen Teilnehmer ein Signal gegen die Gewalt im mexikanischen Drogenkrieg setzen.
Der Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, Victor Rene Rodriguez Gomez, äußerte unterdessen die Hoffnung, der Papstbesuch könne dazu beitragen, die Gewalt in Mexiko zu beenden. "Wir sind der Überzeugung, dass diese Visite eine gute Gelegenheit für einen Wandel sein kann", betonte er.