Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Die Regierung hat eine Steuerreform beschlossen, von der auch die Bildung profitieren soll. Doch die Studenten und Schüler sind nicht einverstanden. Am Mittwoch gingen in Chile wieder mehr als 100.000 Menschen auf die Straße. Derweil erklärt Bildungsminister Beyer, eine kostenlose Ausbildung sei „ungerecht“.
Ein für den 14. Mai anberaumtes Treffen zwischen Behördenvertretern, der Gemeinde Pucacuro und Vertretern der Firma Pluspetrol im Amazonasgebiet hat nicht stattgefunden, meldet die Agentur Servindi. Die Achuar müssen also weiter darauf warten, dass die Verschmutzung des WasserreservoirsAtiliano ernsthaft untersucht wird. 2006 stellten Gesundheitsbehörden bei den Bewohnern erhöhte Blei- und Kadmiumwerte im Blut fest.
An diesem Mittwoch führt Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff die sieben Mitglieder der Wahrheitskommission offiziell ins Amt ein. Damit beginnt eine auf zwei Jahre angelegte Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen aus der Zeit zwischen 1946 und 1988. Für ihre ausgewogene Kandidatenauswahl erntete Rousseff durchweg Lob.
Kurz vor dem Beginn der internationalen Buchmesse in Havanna hat der ehemalige Regierungschef Kubas Fidel Castro seine Memoiren vorgestellt. In einem sechstsündigen Gespräch präsentierte er das zweibändige Werk „Guerilla der Zeit“, welches auf knapp 1000 Seiten die Zeit seiner Kindheit bis zur kubansichen Revolution 1959 darstellt. Die Bücher basieren auf Interviews mit der Journalistin Katiuska Blanco. Blanco hatte bereits im Jahr 2003 eine Geschichte der Familie Castro verfasst. „Ich muss die Zeit jetzt nutzen, denn mein Gedächtnis schwindet“, sagte der 85-Jährige der Tageszeitung Granma. Der Auftritt Castros war das erste öffentliche Erscheinen des ehemaligen Politikers seit zehn Monaten. Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt zum Parteitag der Kommunistischen Partei im April letzten Jahres musste der ehemalige Politiker gestützt werden. Dies gab Anlass zu vielen Spekulationen über seinen scheinbar schlechten Gesundheitszustand. Bei der Präsentation seiner Memoiren hingegen zeigte Castro sich gelassen, gut gelaunt und weitaus rüstiger als noch vor einem knappen Jahr. Zu der 21. Ausgabe der Internationalen Buchmesse vom 09. Bis zum 29. Februar in Havanna werden 120 Austeller aus mehreren Dutzend Ländern teilnehmen. In diesem Jahr ist die Veranstaltung den Völkern der Karibik sowie den beiden kubanischen Autoren Zoila Lapique und Ambrosio Fornet gewidmet. Neben der Präsentation von Büchern aus der Region, werden weiterhin Filme aus der Karibik gezeigt sowie Podiumsdiskussionen veranstaltet. (aj)