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22.02.2012

Chile

Regierung plant Privatisierung von Lithium-Vorkommen

Im Namen von Entwicklung und dem Wohl des Landes will die Piñera-Regierung seine Lithium-Vorkommen an Privatfirmen verkaufen. Gegner warnen vor neuem Ausverkauf. Über »Spezialverträge im Lithiumgeschäft« sollen Abbau und Verwertung des Grundstoffs für Akkus in Mobiltelefonen und Elektroautos an internationale Rohstoff- und Chemiemultis vergeben werden.

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22.02.2012

Peru

Langes Warten auf Gerechtigkeit

Tausende von peruanischen Frauen warten immer noch auf späte Gerechtigkeit: In den neunziger Jahren wurden sie Opfer eines Sterilisierungsprogramms der damaligen Regierung von Präsident Fujimori. Insgesamt sollen 300.000 Frauen gegen ihren Willen sterilisiert worden sein.

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21.02.2012

Argentinien

„Kampf um Land – Indigene mobilisieren gegen Regierung“

Argentiniens indigene Gemeinschaften haben zum gemeinsamen Kampf aufgerufen und der Regierung ein Ultimatum gesetzt: Sollte sie bis März nicht ein klares Signal setzen, wollen sie mit Land- und Häuserbesetzungen, landesweiten Protestaktionen und einer Klage bei den Vereinten Nationen Druck machen. Für die Regierung kommt die Kampfansage ungünstig, denn sie überlagert den seit Monaten schwelenden Konflikt, nämlich den Kampf gegen große Minenprojekte.

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21.02.2012

Kolumbien/Weltweit

2.500 Botschaften gegen das Vergessen

Mit einem weltweiten Radio-Sendemarathon machen internationale Radiostationen auf das Schicksal der Geiseln in Kolumbien aufmerksam. Bis Donnerstag werden zahlreiche Botschaften an die Entführten ausgestrahlt. Sie befinden sich teilweise seit über 13 Jahren in der Hand von Rebellen.

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Buchbesprechung

Journalismus und Pressefreiheit in Mexiko

Einschätzungen aus dem eigenen Land.

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26.01.2012

Kolumbien/Kanada

Strafen gegen Erdölfirmen erlassen

Nach monatelangen Protesten von Angestellten des Erdölunternehmens Pacific Rubiales hat die Regierung eingegriffen und Strafen gegen insgesamt zwölf Tochterunternehmen des kanadischen Konzerns verhängt. Insgesamt müssen die Firmen umgerechnet rund 50.000 Euro wegen Verstößen gegen Arbeitsrechte und zu langen Arbeitszeiten bezahlen.

Der Vizeminister für Arbeit, David Luna, erklärte gegenüber der Presse, eine Schließung der Unternehmen sei nicht ausgeschlossen, sollten weiterhin Arbeitsrechte missachtet werden. Die sanktionierten Firmen besitzen Lizenzen für die Erdölförderung im Department Meta, im Zentrum des Landes. Die Unternehmen hätten Überstunden nicht bezahlt, Gesundheitsleistungen nicht beachtet, zu niedrige Löhne gezahlt und die Arbeitszeiten über das gesetzlich zulässige Maß hinaus ausgedehnt, erklärte der Behördenvertreter.

18-Stunden Schichten, keine Sozialversicherung

Mehr als 10.000 Ölarbeiter hatten bereits seit August vergangenen Jahres gegen die Arbeitsbedingungen bei Subunternehmen des Konzerns sowie gegen die Entlassung von mehr als 1.000 Arbeitern protestiert. Bei den Arbeitskämpfen war es auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Die lokalen Behörden in Puerto Gaitán hatten daraufhin den Ausnahmezustand verhängt. Die protestierenden Arbeiter hatten zeitweise auch ein Werk blockiert, das zur staatlichen Firma Ecopetrol gehört.

Nach Angaben der Gewerkschaft USO, hätten die Arbeiter bei Pacific Rubiales bis zu 18 Stunden lange Arbeitsschichten gefahren, niemand sei sozialversichert worden, Angestellte in der Probezeit hätten keinen Lohn erhalten, die Unterbringung sei unhygienisch und gesundheitsschädlich, erklärte Gewerkschaftsführer Rodolfo Vecino gegenüber Pressevertretern. Es sei „unglaublich“, welche Zustände die USO-Vertreter vor Ort vorgefunden hätten, so Vecino.

Regierung verspricht Ortsbesuch

Da die Firmen nicht zu Verhandlungen bereit gewesen seien, habe man immer wieder von der Regierung gefordert, für eine friedliche Lösung des Konflikts zu sorgen, so die Gewerkschafter. Vizeminister Luna versprach nun einen Ortsbesuch in den Camps der Erdölarbeiter und erklärte, der Staat habe das Unternehmen auch zum Bau von Gesundheitszentren sowie Küchen und Speiseräumen aufgefordert.

Im August 2011 ist ein von sozialen und Organisationen und Gewerkschaften vielfach kritisiertes Freihandelsabkommen zwischen Kanada und Kolumbien in Kraft getreten. Nach Regierungsangaben trafen sich der kandadische und kolumbianische Arbeitsminister erst am 23. Januar in Bogotá, um über die weitere Zusammenarbeit zu sprechen. (bh)

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