Brasiliens nordöstlicher Bundesstaat Bahia befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Seit einer Woche streiken Teile der für die öffentliche Sicherheit zuständigen Landespolizei "Policia Militar". Sie fordern massive Lohnerhöhungen und Vergünstigungen. Um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten, wurden von der Bundesregierung alleine in die Landeshauptstadt Salvador bisher gut 3.000 Elitesoldaten entsendet. Dort könnte es zu einem blutigen Showdown mit Polizisten kommen, die sich im Parlamentsgebäude verschanzt haben.
Klimawandel, Bergbau und Abwasser von über zwei Millionen Menschen – das sind die Hauptgefahren für den Titicaca-See auf der Hochebene der Anden. Angesicht dieser Risiken für Mensch und Natur haben die Stiftung »Global Nature Fund« mit Sitz am Bodensee und die Initiative »Living Lakes« aus den USA den See zum »Bedrohten See des Jahres 2012« erklärt.
Die regierungskritische Tageszeitung „El Universo“ in Ecuador befindet sich seit Monaten in einem Rechtsstreit mit dem Präsident Rafael Correa. Der Regierungschef hatte die Zeitung wegen "Beleidigung des Staatspräsidenten" verklagt und bekam in erster Instanz Recht. Am 10. Februar kommt es zu einer erneuten Anhörung vor Gericht. Ein Gespräch mit Monica Almeida, der Leiterin der Hauptstadtredaktion von "El Universo".
Guatemalas Staatspräsident Otto Pérez Molina hat eine Task-Force gegen die hohe und zunehmende Zahl von Frauenmorden ins Leben gerufen. Die Friedensnobelpreisträgerinnen Rigoberta Menchú und Jody Williams besuchten das Land, um die Staatengemeinschaft über die Risiken für Frauen in dem zentralamerikanischen Land aufzuklären.
Es sind Bilder die Angst machen: Eine Gruppe von Kindern posiert schwer bewaffnet für den Fotografen. Die Fotos aus Caracas gefährlichsten Stadtteil, dem "Bloque 23 de Enero", haben in Venezuela eine hitzige Debatte ausgelöst. Die Sicherheitslage im Land wird zu einem zentralen Wahlkampfthema für die kommenden Präsidentschaftswahl im Oktober 2012.
Bogotá. Die katholische Kirche in Kolumbien hat sich in die aktuelle Debatte um den medizinischen Notstand eingeschaltet. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Portofolio" hat sich Kardinal Pedro Rubiano Sáenz in einem Schreiben an Staatspräsident Álvaro Uribe für mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen eingesetzt, um vor allem Preise für Arzneimittel zu senken. Medikamente seien besonders für die ärmere Bevölkerung kaum noch zu bezahlen. Rubiano kritisierte unter anderem ein 15 Jahre altes Gesetz, das den Import von Arzneimittel erschwere, obwohl diese in anderen lateinamerikanischen Ländern deutlich preisgünstiger seien.
Um die galoppierenden Kosten im Gesundheitswesen zu stoppen, hatte die Regierung vor gut einem Monat drastische Einsparungen angekündigt. Mitarbeiter des Gesundheitswesens traten daraufhin in den Streik. Die Opposition kritisiert, die Einsparungen treffe vor allem die arme Bevölkerungsschicht, die sich ohnehin kaum eine medizinische Versorgung leisten könne. "Die medizinische Versorgung ist eine Angelegenheit des Vaterlandes, die man schützen muss, besonders in den Armenvierteln", erklärte der Generalsekretär der kolumbianischen Bischofskonferenz, Juan Vicente Córdoba, zu Beginn des Streiks.