Dom Alcimar Caldas Magalhães, Bischof der Diözese Alto Solimões im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, erzählt im Interview von seiner Arbeit. Der Kapuziner verdingte sich einst wie seine Eltern als Kautschukzapfer und gilt als hervorragender Kenner des Amazonasgebietes und seiner Probleme. Die Gemeinde Tabatinga liegt im Grenzgebiet von Brasilien, Kolumbien und Peru und ist bekannt als Umschlagplatz für Drogen.
Brasiliens nordöstlicher Bundesstaat Bahia befindet sich derzeit im Ausnahmezustand. Seit einer Woche streiken Teile der für die öffentliche Sicherheit zuständigen Landespolizei "Policia Militar". Sie fordern massive Lohnerhöhungen und Vergünstigungen. Um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten, wurden von der Bundesregierung alleine in die Landeshauptstadt Salvador bisher gut 3.000 Elitesoldaten entsendet. Dort könnte es zu einem blutigen Showdown mit Polizisten kommen, die sich im Parlamentsgebäude verschanzt haben.
Klimawandel, Bergbau und Abwasser von über zwei Millionen Menschen – das sind die Hauptgefahren für den Titicaca-See auf der Hochebene der Anden. Angesicht dieser Risiken für Mensch und Natur haben die Stiftung »Global Nature Fund« mit Sitz am Bodensee und die Initiative »Living Lakes« aus den USA den See zum »Bedrohten See des Jahres 2012« erklärt.
Die regierungskritische Tageszeitung „El Universo“ in Ecuador befindet sich seit Monaten in einem Rechtsstreit mit dem Präsident Rafael Correa. Der Regierungschef hatte die Zeitung wegen "Beleidigung des Staatspräsidenten" verklagt und bekam in erster Instanz Recht. Am 10. Februar kommt es zu einer erneuten Anhörung vor Gericht. Ein Gespräch mit Monica Almeida, der Leiterin der Hauptstadtredaktion von "El Universo".
Guatemalas Staatspräsident Otto Pérez Molina hat eine Task-Force gegen die hohe und zunehmende Zahl von Frauenmorden ins Leben gerufen. Die Friedensnobelpreisträgerinnen Rigoberta Menchú und Jody Williams besuchten das Land, um die Staatengemeinschaft über die Risiken für Frauen in dem zentralamerikanischen Land aufzuklären.
Port-au-Prince. Die Spendenbereitschaft in der Dominikanischen Republik ist nach dem Erdbeben in Haiti ungebrochen. Am Wochenende übergaben die katholischen Bischöfe in Puerto-au-Prince einen Scheck in Höhe von 100.000 US Dollar an ihre haitianischen Amtsbrüder. Der Präsident der haitianischen Bischofskonferenz, Louis Kébreau, sprach den Katholiken in der Nachbarrepublik seinen Dank aus und kündigte an, mit den Spendengeldern Ausbildungszentren und Obdachlosenheime zu errichten. Zuvor hatte bereits ein TV-Spendenmarathon in der Dominikanischen Republik rund eine Millionen US Dollar eingebracht.
Kardinal Nicolás de Jesús López Rodríguez versicherte, die dominikanische Kirche werde auch in Zukunft den Wiederaufbau in Haiti an der Seite der internationalen Staatengemeinschaft unterstützen.