Im Namen von Entwicklung und dem Wohl des Landes will die Piñera-Regierung seine Lithium-Vorkommen an Privatfirmen verkaufen. Gegner warnen vor neuem Ausverkauf. Über »Spezialverträge im Lithiumgeschäft« sollen Abbau und Verwertung des Grundstoffs für Akkus in Mobiltelefonen und Elektroautos an internationale Rohstoff- und Chemiemultis vergeben werden.
Tausende von peruanischen Frauen warten immer noch auf späte Gerechtigkeit: In den neunziger Jahren wurden sie Opfer eines Sterilisierungsprogramms der damaligen Regierung von Präsident Fujimori. Insgesamt sollen 300.000 Frauen gegen ihren Willen sterilisiert worden sein.
Argentiniens indigene Gemeinschaften haben zum gemeinsamen Kampf aufgerufen und der Regierung ein Ultimatum gesetzt: Sollte sie bis März nicht ein klares Signal setzen, wollen sie mit Land- und Häuserbesetzungen, landesweiten Protestaktionen und einer Klage bei den Vereinten Nationen Druck machen. Für die Regierung kommt die Kampfansage ungünstig, denn sie überlagert den seit Monaten schwelenden Konflikt, nämlich den Kampf gegen große Minenprojekte.
Mit einem weltweiten Radio-Sendemarathon machen internationale Radiostationen auf das Schicksal der Geiseln in Kolumbien aufmerksam. Bis Donnerstag werden zahlreiche Botschaften an die Entführten ausgestrahlt. Sie befinden sich teilweise seit über 13 Jahren in der Hand von Rebellen.
Hauptstadtkathedrale bereits seit 17 Tagen besetzt
Die Hauptstadt-Kathedrale in San Salvador bleibt nach einem Bericht der Tageszeitung "La prensa grafica" weiterhin von Demonstranten besetzt.
Die Kirchenbesetzer fordern die Einlösung der Versprechen im Rahmen des historischen Friedensabkommens von vor 20 Jahren. Nach Angaben der nationalen Sicherheitskräfte "Policía Nacional Civil (PNC)" befinden sich seit dem 10. Januar rund 25 Personen in der "Catedral Metropolitana". Bei ihnen handelt es sich überwiegend um Gewerkschafter und Veteranen des Bürgerkriegs in El Salvador.
Die Demonstranten fordern von der Regierung vor allem die Zahlung einer zugesagten Rente für die Kriegsveteranen. Erzbischof José Luis Escobar Alas von Salvador verurteilte die Kirchenbesetzung als "Respektlosigkeit gegenüber Gott und eine Verletzung des Rechtes auf freie Religionsausübung." Zugleich erklärte der Oberhirte der Hauptstadtdiözese, dass die Kirche auf eine Zwangsräumung verzichten werde, weil die Anwendung von Gewalt nicht mit den Zielen der Kirche vereinbar sei. Er forderte die Besetzer allerdings auf die Kirche zu räumen.
Mit dem Friedensabkommen von Chapultepec (Mexiko) endete am 16. Januar 1992 ein zwölf Jahre dauernder Bürgerkrieg in El Salvador, der rund 75.000 Menschen das Leben kostete. (tk)